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Zum Ende der Seite springen Fanfictions und Triggerwarnungen?
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SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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Fanfictions und Triggerwarnungen? Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden      Zum Anfang der Seite springen

Hallo zusammen,
da ich gerade an anderer Stelle eine Diskussion zum Thema verfolge, wollte ich auch dazu einen Thread eröffnen. Es geht um das Thema Triggerwarnungen, welches ich nicht ganz unwichtig finde.

Für alle Unwissenden: Was sind Triggerwarnungen?
Bei Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen und ähnlichen Problemen, können Schlagworte und Schilderungen zu sensiblen Themen wie sex. Gewalt, Mobbing, Suizid etc. das Selbsterlebte wieder so aufwirblen, dass es zu Panikattacken oder Selbstverletzungen kommt. Das Ganze nennt man triggern und Triggerwarnungen dienen dementsprechend dazu, Betroffene vor sensiblen Inhalten zu warnen, so dass sie selbst entscheiden können, ob sie die Gefahr eingehen möchten oder nicht.

Bisher habe ich bei meinen FFs noch keine Triggerwarnungen gesetzt, aber jetzt, wo ich mich wieder mit dem Thema beschäftige, fände ich das durchaus wichtig. Ich kenne das Gegenargument zu Triggerwarnungen - man könne nicht vor allem warnen und wer Probleme hat, müsse mittels Therapie lernen, nicht mehr so darauf zu reagieren. Dazu möchte ich sagen:

Das Erste ist korrekt. Es kann sein, dass jemand ein Trauma erlebt hat mit einer Frau im rosa Kleid, von dem ich nichts weiÃč und den ich nicht warnen kann, weil ich Frauen in rosa Kleidern nun nicht bedrohlich finde. Aber dass Themen wie Kindesvernachlässigung, Gewalt, Suchtprobleme ect. sensible Themen sind, weiÃč jeder und hier kann man durchaus eine Warnung setzen.

Zum Zweiten: Auch das ist korrekt, aber dennoch kein Argument. Triggerwarnungen sind ja nicht dazu da, eine Therapie zu ersetzen, sondern vor einer akkuten Gefahr zu warnen. Wenn ich eine Nussallergie habe ist es auch sinnvoll zum Arzt zu gehen und versuchen, langfristig was dagegen zu unternehmen. Trotzdem meide ich bis dato Lebensmittel auf denen steht "kann Spuren von Nüssen enthalten" und bin froh, dass es diesen Hinweis gibt. Triggerwarnungen sollen es Betroffenen erleichtern, sich wie Allergiker verhalten zu können.

Leider haben sich Triggerwarnungen auÃčerhalb von Selbsthilfeforen noch nicht sehr eingebürgert. Gerade bei Medien (Film/Literatur) wäre es aber wohl nicht ganz unwichtig, dass hier manches ja schon ziemlich explizit dargestellt wird. Natürlich steht in Kurzbeschreibungen häufig schon vieles ohne Triggerwarnung und wenn ich mir ein Splatter ausleihe, weiÃč ich, dass darin nicht nur Häschen über die Wiese hoppeln. Aber es gibt ja auch Fälle, in denen eine Geschichte als harmlose Romanze daherkommt, der/die Protagonistin sich dann aber aus Liebeskummer selbstverletzt oder dergleichen und der Leser ins eiskalte Wasser geschmissen wird. Für solche Fälle wären Triggerwarnungen wirklich gut.

Wie seht ihr die Sache?

__________________



17.07.2013 19:49 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
Muggelchen Muggelchen ist weiblich
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Triggerwarnungen sind für Foren angemessen, in denen Menschen über ihre eigenen schlimmen Schicksale berichten. Selbsthilfeforen für Vergewaltigungsopfer, Kriegsopfer, Folteropfer usw. Die Schilderungen und Erfahrungsberichte der Opfer können bei anderen Betroffenen böse Erinnerungen auslösen. Allein dort sind Triggerwarnungen nützlich und erfüllen einen Sinn.

Blödsinn ist es, jede Zeitschrift, jedes Buch, jeden Musiktitel, jede Fernsehsendung, selbst die täglichen Nachrichten mit Triggerwarnungen zuzukleistern. Das kann man nicht umsetzen und es ist fraglich, ob mit solchen übermäÃčigen VorsichtsmaÃčnahmen tatsächlich jemandem geholfen wird. Wäre ich gezwungen, jede meiner FF mit irgendwelchen Warnungen auszustatten, würde ich keine FFs mehr schreiben und meine bisherigen löschen. Aber zum Glück haben sich Triggerwarnungen in Deutschland gar nicht und im englischsprachigen Bereich nur bedingt durchgesetzt. Auf der gröÃčten Fanfiction-Seite Fanfiction.net sind solche Warnungen gar nicht vorgesehen. Bei adultfiction.net gibt es lediglich sogenannte âÇ×Story-CodesâÇť, die man teilweise als Triggerwarnung benutzen könnte (Abtreibung, Vergewaltigung, Demütigung usw.), die aber nicht in erster Linie als solche gedacht sind. Sie dienen eher als Zusatzinformation für den Leser.

Leider habe ich oft das Gefühl, dass Leser Triggerwarnungen verlangen, obwohl es dafür für sie persönlich überhaupt keinen Grund gibt. Eine Aversion gegen gewisse Themen wird von diesen Leuten einfach völlig übertrieben nach auÃčen getragen. Es mag nicht bei allen so sein, aber viele machen sich mit ihren verlangten Triggerwarnungen einfach nur wichtig. Eine Ablehnung gegenüber Themen, die man einfach nicht mag, rechtfertigt noch lange keine Triggerwarnung. Der prozentuale Anteil derjenigen, die tatsächlich durch bestimmte Themen psychische Probleme bekommen könnten (ich meine echte Probleme wie Angstattacken und keine eingebildeten oder lediglich leichte Verstimmungen), ist mit Sicherheit sehr gering. Ich bin froh, dass sich diese Warnungen nicht in Medien etabliert haben und ganz sicher auch nie etablieren werden.

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24.07.2013 12:13 Muggelchen ist offline E-Mail an Muggelchen senden Homepage von Muggelchen Beiträge von Muggelchen suchen Nehme Muggelchen in deine Freundesliste auf
SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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Warum sollten Triggerwarnungen auÃčerhalb spezifischer Foren "blödsinnig" sein? Weil nur dort Menschen mit besagten Problemen gehäuft vorkommen? Die gleichen Menschen, die sich in Selbsthilfeforen aufhalten, lesen auch Bücher oder schauen Filme.
Dabei können "ihre" Themen auch in Büchern und Filmen auf eine Art und Weise daherkommen, die den Selbsterfahrungsberichten in Selbsthilfeforen in Sachen Realismus in nichts nachstehen. Beispiele? Im Film Boy's don't cry gibt es eine ziemlich epxplizite Vergewaltigungsszene, auch in "XXY" kommt es zu sexuellen Ãťbergriffen. Ich bin mir sicher, dass die Szenen in beiden Filmen Triggerpotential haben, Boy's don't cry besonders.

Auch dass es vermutlich nur wenige Menschen gibt, die dies betrifft, ist in meinen Augen kein Argument. Selbst wenn nur 1 von 100 allergisch auf Nüsse reagieren würde, hätte er weniger Recht als die zahlreichen Neuschnupfengeplagten, darüber informiert zu werden, dass ein Produkt Nüsse enthalten kann? Die allermeisten Menschen sitzen auch nicht im Rollstuhl, dennoch sind moderne Gebäude barrierefrei. Ich kann das Argument verstehen, wenn es um Einzelthemen geht, wie z.B. das rosa Kleid, bei dem auch Autoren, Filmemacher etc. nicht im Vorfeld wissen können, dass rosa Kleider bei irgendwem da drauÃčen Flashbacks auslösen. Aber wer Szenen sexueller Gewalt beschreibt z.B. oder Selbstbverletzungen, Drogenexzesse, whatever, weiÃč, dass dies sensible Themen sind (oder sollte es zumindest wissen.

Ob Triggerwarnungen helfen kommt wohl auf den Einzelfall an. In meinen Augen ist das aber auch nicht der wesentliche Punkt. Der wesentliche Punkt ist, dass Leser, Zuschauer, whatever die Möglichkeit haben sollten, selbst zu entscheiden, ob sie Medien, in denen für sie sensible Themen behandelt werden, lesen/anschauen möchten oder nicht. Wer in einer bisher zuckerwattefluffigen Romanze plötzlich mit einer Selbstverletzungsszene konfrontiert wird oder mit sexuellen Ãťbergriffen, hat diese Möglichkeit nicht. Es geht dabei nicht um Aversionen oder "sich wichtig machen" oder darum, dass Menschen mit psychischen Problemen arme TöffTöffs sind, die man 24/7 bemitleiden und in Watte packen muss und wer das nicht tut phöööööse ist. Sondern es geht einfach darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst zu entscheiden, welche Inhalte sie lesen/sehen wollen und nicht ins eiskalte Wasser geschmissen zu werden. Ãťbrigens auch ganz ohne trigger - denn vielleicht auch ein psychisch völlig unbelasteter Leser einer zuckerwattesüÃčen, fluffigen Romanze nicht plötzlich eine Vergewaltigungsszene vorgesetzt bekommen.

Ich wüsste nicht, dass der Satz "Achtung: In dieser/m Fanfic/Buch/Film könnten die Themen Selbsverletzung, sexuelle Gewalt, Folter, ... vorkommen" jetzt irgendwie so viel Platz wegnehmen würde und wo sich jemand einen Zacken aus der Krone brechen würde, sowas zu schreiben. Zumal im Bereich FF auch vor weniger ernsthaften/problematischen Themen gewarnt/darauf hingewiesen wird. "Badfic" zum Beispiel.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von SynthiaSeverin: 24.07.2013 15:18.

24.07.2013 15:11 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
Muggelchen Muggelchen ist weiblich
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Was ist mit denen âÇô und das werden nicht gerade wenige sein âÇô die vom Inhalt eines Buches/Filmes/whatever weiterhin gerne überrascht werden möchten? Das würde nämlich mit den ganzen Warnungen völlig wegfallen, wenn man schon im Vorfeld auf dem Buchcover lesen kann, was alles vorkommen wird.

Menschen, die solche üblen Probleme haben, dass bestimmte Themen ihnen gesundheitlichen Schaden zufügen können, die sind meistens in Behandlung und werden von Therapeuten im Umgang mit sämtlichen Medien und ihrer Umwelt vorbereitet. Sie müssen lernen, wieder in der Welt zurechtzukommen.

Ich bin weiterhin der Ansicht, dass es absoluter Blödsinn ist, mit Triggerwarnungen um sich zu werfen. Wer das aus purer Nettigkeit ins Vorwort seiner FF schreibt, kann das gern machen, aber es sollte nicht zum Zwang für alle werden.

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24.07.2013 15:36 Muggelchen ist offline E-Mail an Muggelchen senden Homepage von Muggelchen Beiträge von Muggelchen suchen Nehme Muggelchen in deine Freundesliste auf
SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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Im Falle der Fanfiction kann einen solchen Hinweis auch über entsprechende Kapitel setzen. So ist das zumindest die vorherigen kapitel noch ein Geheimnis.

Was andere Medien, Bücher oder Filme angeht, ist es eine Frage der Prioritäten. Spannung der Leser versus der Gefahr, dass Einzelne mit Angstattacken oder Selbstverletzungen reagieren könnten? Selbst wenn es sich um eine Minderheit handelt, wären in meinen Augen die Rechte der Minderheit auf Entscheidungsfreiheit, ob sie "Bedrohliches" lesen wollten höher anzusiedeln als die Spannung der restlichen Leser. Vorher Bescheid wissen hat weniger negative Konsequenzen als Angstattacken oder Selbstverletzungen.

AuÃčerdem: Niemand wird gezwungen, sich welche Vorwarnungen oder Hinweise auch immer vorher durchzulesen. Wer sich vom Inhalt des Buches überraschen lassen möchte, kann die Warnungen auch einfach Warnungen sein lassen und das Buch ohne einen Blick darauf werfen. Klappentexte verraten auch schon etwas über den Inhalt des Buches - trotzdem habe ich habe ich noch niemals gesehen, dass sich jemand gegen Klappentexte ausgesprochen hätte, weil diejenigen, die sich überraschen lassen wollen, dann ja schon vorher Bescheid wüssten. Wenn Warnungen wie auch Klappentexte an einer bestimmten dafür vorgesehen Stelle geschrieben werden, kann jeder, der Bescheid weiÃč, sie auch mit Leichtigkeit links liegen lassen. Von "völlig wegfallen" kann also keine Rede sein.



Völlig korrekt. Aber kein Argument. Dass Nussalleriker z.B. auch besser etrwas Dauerhaftes gegen ihre Nussallergie tun sollten anstatt auf ewig das Müsli zu vermeiden, steht auÃčer Frage. Dennoch ist auch das kein Argument dafür, Allergikerhinweise von Lebensmitteln zu entfernen, ganz nach dem Motto "Pech gehabt, wärst du halt mal zu deinem Hausarzt gegangen und hättest was gegen die Allergie unternommen".. Es gibt kein "entweder Triggerwarnungen oder Therapie".

Btw. ist es wesentlich leichter, "in der Welt zurechtzukommen", wenn die Welt transparent ist und einem dadurch die Möglichkeit gewährt, selbst zu entscheiden, mit welchen Inhalten man sich wann wie auseinandersetzen möchte oder nicht. Sich eine Auseinandersetzung zu entscheiden, zu lernen gewisse Themen erstmal wirklich aus dem eigenen Kopf verbannen zu können und frei davon sein, bis man die nötige psychische Stabilität hat, sich darauf einlassen zu können und nicht überrannt zu werden ist in vielen Therapien auch der erste Therapieschritt.

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24.07.2013 16:07 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
Lord_Slytherin Lord_Slytherin ist männlich
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24.07.2013 16:25 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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Ich dachte jetzt nicht an die Klickwarnungen wie bei Deathfic etc. sondern eher an eine Selbstkontrolle im Sinne eines Satzes ala "Achtung: ich dieser Fanfiction könnten folgende Themen vorkommen: X,Y,Z". Natürlich kann nicht jeder wissen, welche Themen bei wem was auslösen. Das habe ich ja schon mehrfach geschrieben Frau in rosa Kleid"-Problem. Und ich erwarte auch nicht, dass jeder vor "rosa Kleidern" warnt.

Aber: Wer z.B. eine explizite Vergwaltigungsszene beschreibt oder einen Charakter Selbstmord begehen lässt, weiÃč, dass er damit ein sensibles Thema anschneidet - zumindest hoffe ich, dass der GroÃčteil das weiÃč. Bei solchen "allgemein als sensibel bekannten"-Themen wäre das Setzen einer solchen Warnung ohne Probleme möglich und gerade weil niemand weiÃč, wo die Grenze liegt (was ja auch individuell unterschiedlich ist) schon sinnvoll.

Es geht ja nicht um eine vollständige und psychologisch hochdurchdachte Warnung, sondern schlichtweg nur um den Hinweis, dass in einer FF dieses oder jenes Thema vorkommen kann, natürlich im Rahmen dessen wo ich bei meiner FF dass ich sensible Themen anschneide. Das sollte doch eigentlich möglich sein.

edit: Bei FFs, die hier schon eine Darkfic oder Gewalt - Warnung gesetzt ist, müsste imo nicht nochmal vor Gewalt gewarnt werden, genauso weiÃč jemand, der eine "Deathfic" anklickt, dass jemand sterben wird. Wenn aber in einer FF, die als Romanze eingeordnet wurde ohne eine der anklickbaren Warnungen plötzlich eine Vergewaltigungsszene auftaucht, ist das doch nochmal was anderes.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von SynthiaSeverin: 24.07.2013 16:49.

24.07.2013 16:38 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
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Mich würde interessieren, was Betroffene davon halten. Fanfiction und Menschen, die an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, gibt es nicht erst seit gestern. Wenn Triggerwarnungen für die Betroffenen so ein wichtiges Thema sind, dann sind sie in den entsprechenden Foren zumindest sehr still.

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24.07.2013 16:47 Muggelchen ist offline E-Mail an Muggelchen senden Homepage von Muggelchen Beiträge von Muggelchen suchen Nehme Muggelchen in deine Freundesliste auf
SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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Ich kann für mich zumindest sagen, dass ich vor zehn Jahren sehr froh über Triggerwarnungen war, womit ich mir natürlich nicht anmaÃče, für alle zu sprechen.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von SynthiaSeverin: 24.07.2013 18:49.

24.07.2013 16:52 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
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Grinsen

Das war mir klar, dass diese Antwort kommt. Ich hätte aber gern schon mehrere Meinungen zu diesem Thema.

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24.07.2013 17:02 Muggelchen ist offline E-Mail an Muggelchen senden Homepage von Muggelchen Beiträge von Muggelchen suchen Nehme Muggelchen in deine Freundesliste auf
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wieso war dir das klar? Weil nur jemand, der selbst betroffen ist/war Interesse an diesem Thema haben könnte? Augenzwinkern

Ich fände, dass der Thread hier in eine völlig falsche Richtung laufen würde, wenn jetzt die persönlichen Hintergründen der Mitdiskutierenden zum Gegenstand der Bewertung ihrer Position gemacht werden, nach dem Motto "war ja klar, dass Selbstbetroffene das fordern,dir gehts doch nur um dich selbstt" vs. "andere Betroffene sehen das nicht so, also sind Triggerwarnungen nicht nötig" oder "Du bist nicht selbst betroffen, du kannst das nicht nachvollziehen" vs. "Darüber sollte doch wohl die Mehrheit der Nichtbetroffenen entscheiden".

Ich weiÃč auch nicht, ob du betroffen bist, Muggelchen und für dich denkst "ich brauche keine Triggerwarnung". Ehrlich gesagt ist mir das auch gleichgültig, da es in dieser Diskussion um Argumente gehen sollte, nicht darum, dass sich jemand durch Betoffenheit oder Nichtbetroffenheit für die Diskussion "(dis)qualifiziert." Ich habe diesen Thread auch nicht gestartet, weil es mir dabei um mich selber ginge. Wie gsagt, habe ich mich mit Triggerwarnungen seit Jahren nicht mehr befasst, weil es in meinem Leben keine Rolle mehr spielt, sondern bin durch eine Diskussion in einem anderen Forum erst wieder auf das Thema aufmerksam geworden. Wir könnten auch über barrierefreies Wohnen reden und darüber, ob auf die Minderheit der Rollstuhlfahrer Rücksicht genommen werden sollte. Das Thema finde ich nämlich ebenso wichtig, obwohl ich nicht im Rolle sitze. Nur hat das nichts mit FFs zu tun.

Davon mal abgesehen, habe ich schon mehrfach geschrieben, dass es mir in dieser Diskussion nicht darum geht, dass Betroffene in Watte gepackt werden müssten oder ob Triggerwarnungen ihren Zweck erfüllen oder nicht. Sondern mir geht es darum, dass jeder die Möglichkeit haben sollte, selbst zu entscheiden, ob er welche Inhalte auch immer lesen/anschauen möchte oder nicht. In meinen Augen ist das eine Grundsatzfrage, die völlig unabhängig ist von Notwendigkeit oder der Frage nach der Wirksamkeit.

edit: Und ich fände diese Frage weder durch zig Statements von Betroffenen beantwortet, die sagen "völlig unnötig" noch durch zig Statements von Betroffenen, die sagen "ja, dringen nötig".

Bisher habe ich hier noch kein Argument gelesen, das mich wirklich überzeugt hätte, warum man Menschen diese Entscheidungsmöglichkeit durch Transparenz nicht gewähren sollte. Umsetzungsschwierigkeiten wie von Lord_Slytherin erwähnt sind natürlich etwas Handfestes, aber auch nicht unüberwindlich.

edit 2: Mich würde aber wirklich interessieren, Muggelchen, warum du respektive Andere, die deine Ansicht teilen, diese Möglichkeit nicht gewähren willst - auÃčer, dass es ein paar Sätze mehr zu schreiben kostet und ein bisschen mehr über die Geschichte verraten wird, was man wie gesagt aber auch einfach übergehen kann, wenn man sich überraschen lassen will.

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von SynthiaSeverin: 24.07.2013 17:46.

24.07.2013 17:26 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
Lord_Slytherin Lord_Slytherin ist männlich
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24.07.2013 19:36 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
LoonyRadieschen LoonyRadieschen ist weiblich
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Wäre es nicht möglich, dem ganzen verschiedene "Abstufungen" zu geben?
Anhand deiner Beispiele sähe das dann so aus:
Triggerwarnung: Selbstmord1
im Falle von 1.
Der Leser kann dann selbst entscheiden, ab wann es für ihn schlimm ist, und die eine Zahl hinzuzufügen, ist ja nun auch kein groÃčer Umstand für den Autor.

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24.07.2013 19:47 LoonyRadieschen ist offline E-Mail an LoonyRadieschen senden Beiträge von LoonyRadieschen suchen Nehme LoonyRadieschen in deine Freundesliste auf
SynthiaSeverin SynthiaSeverin ist weiblich
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@Lord_Slytherin

ja, das verstehe ich. Im Zweifelsfall würde ich sagen, es liegt im Ermessen des Autors bzw. bei entsprechendem Feedback von Lesern bei diesen zu entscheiden wo die Grenze liegt. Ich würde bei 1 wahrscheinlich keine Warnung setzen, es sei denn, dieser Suizid sorgt für heftige Gefühlswallungen, Diskussionen, Bekenntnis, selbst schon mal daran gedacht zu haben usw. bei den Kids, weil das Thema dann schon wenn auch auf andere Weise einen gewissen Stellenwert einnehmen würde. Bei 2 hingegen würde ich schon darauf hinweisen, da trotz gutem Ausgang das Thema präsent ist. Jemand anders mag das wieder anders handhaben.

Mir geht es wie gesagt auch gar nicht darum, dass ein Laie die perfekte Warnung abliefert und weiÃč, wo die Grenze liegt. Das zu wissen ist auch gar nicht möglich, weil diese ja bei jedem woanders liegt. Nicht nur was das Triggern angeht, sondern auch Leute, die bestimmte Dinge einfach nicht lesen möchten, weil es ihnen nicht gefällt.

Worum es mir geht, ist lediglich, sich bewusst zu machen, dass es sensible Themen gibt, sich darüber Gedanken zu machen und einen entsprechenden Hinweis zu setzen, wenn man zu dem Schluss gekommen ist, dass in der eigenen FF sensible Themen behandelt werden und eine gewissen Raum einnehmen, der einen Hinweis sinnvoll macht.

Beim Thema Altersrating ergeben sich ja ähnliche Probleme und muss der Autor abwägen, wie hoch oder niedrig er eine FF ratet. Mein Eindruck ist, dass sich da auch viele im Zweifelsfall eher für das höhere Rating entscheiden.

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24.07.2013 19:52 SynthiaSeverin ist offline E-Mail an SynthiaSeverin senden Beiträge von SynthiaSeverin suchen Nehme SynthiaSeverin in deine Freundesliste auf
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Ich finde Triggerwarnungen auch etwas schwierig umzusetzen und auch überflüssig.

Ich finde es ebenfalls schwierig festzustellen, wann das Thema für solche Betroffenen schwierig werden könnte. Das liegt dann wieder im Ermessen des Autors, das dann wieder sehr individuell ist und so sagt das doch letztendlich wenig aus.

AuÃčerdem denke ich, dass die von Lord_Slytherin schon aufgezählten Warnungen sowie auch das Rating genügend aussagen. Wenn ich weiÃč, dass ich bestimmte Dinge nicht vertrage, kann ich dann halt nur niedrigere Ratings lesen und muss die Warnungen berücksichtigen. Die von dir geschilderten Fälle mit Vergewaltigung und Selbstmord haben bestimmt die Warnung Gewalt und ein hohes Rating. Solche FFs kann ich halt als Trigger dann nicht lesen. Das ist zwar eine ziemliche Einschränkung, aber wenn auf der Packung steht "kann Spuren von Nüssen entahlten" ist das ja auch nichts anders.

Bei FF hat man oft im Zweifelsfall auch die Möglichkeit, den Autor direkt zu fragen, ob entsprechende Szenen geplant sind. Oder man fragt Bekannte, die die ebenfalls gelesen haben.

Ich bin jedenfalls dagegen, FFs mit tausend Warnungen zuzukleistern. Das nimmt die Spannung und für 99,9% der Leser ist es irevelant. Für mich wirkt das etwas übertrieben.
24.07.2013 20:58 Pe365 ist offline E-Mail an Pe365 senden Beiträge von Pe365 suchen Nehme Pe365 in deine Freundesliste auf
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