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Umfrage: "Auf welcher Seite steht Severus Snape?"
1 b) Snape ist "Dumbledores Man" und charakterlich "grau" 361 37.03%
1 a) Snape ist "Dumbledores Man" und charakterlich "gut" 286 29.33%
2) Snape arbeitet nur für sich, jedoch mit "guten" Absichten 184 18.87%
4) Snape ist "Voldemorts Man" 87 8.92%
3) Snape arbeitet nur für sich, jedoch mit "finsteren" Absichten 57 5.85%
Insgesamt: 975 Stimmen 100%
 
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mandragora mandragora ist weiblich
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@Bernhard Nowak: Meines Wissens steht in der Liste der "bestätigten Fakten", das wir herausfinden werden, auf welcher Seite er steht.

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Bernhard Nowak Bernhard Nowak ist männlich
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@mandragora: JKR kann es sich ja mittlerweile anders überlegt haben und genau dieses "Rätsel" offen lassen Nachdenken , was ich jedoch nicht glaube und auch nicht hoffe. In jedem Fall ist es m.E. nicht das Wort "right", sondern die Streichung dieses Wortes - und dies kann ja nur durch die Autorin selbst autorisiert worden sein -, die die Sache für mich verdächtig macht - auch ein halbes Jahr nach der Lesung.

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Ian Richardson in: "House of cards, Teil 2: To play the King"

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Also ich habe mir das Interview jetzt zum ersten Mal in ganzer Länge angesehen und es ist wirklich interessant.

Erst mal fand ich es nett, dass Jo Schlangenschuhe trägt, aber das nur am Rande.

Zitat von JKR:
My consolation is I have the most interesting shoes (crowd roars with applause). Snakes. Thank you for that.

I notice you like Snape. Just never give up hope you people, do you?
...

This concerns a part of the story where Harry goes back in time and watches as Albus Dumbledore -- a younger Albus Dumbledore -- goes to inform another famous pupil of Hogwarts School of Witchcraft and Wizardry that he has a place at the school (crowd cheers). And you really shouldn't be cheering that particular one (crowd laughs). Snape I can kind of see but - anyway....


Also mE nix mit neuer Dunkler Lord oder verrückter Diktator. Was auch immer Jo mit Snape vor hat, zwischen ihm und Voldemort ist ihrer Meinung nach immer noch ein riesiger Unterschied.

Ja, die Autorin wirkt während der ganzen Zeit ziemlich nervös. Auch die Tatsache, dass ihr Salman Rushdie eine Frage stellt, scheint sie nervös zu machen.

Zitat von JKR:
Salman and Milan Rushdie: Hello. We are Salman and Milan Rushdie (crowd applauds). Umm -
JK Rowling: I'm not that sure this is fair (crowd laughs). I think you might be better at guessing plots than most. But anyway, off you go.


Augenzwinkern

Ihr habt recht, das “right” klingt wie herausgerutscht.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Aurora: 17.02.2007 12:28.

17.02.2007 12:27 Aurora ist offline E-Mail an Aurora senden Beiträge von Aurora suchen Nehme Aurora in deine Freundesliste auf
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@Wetterwax:
Zitat von Wetterwax:
Zur Moral von der Geschichte: Das ist ja schön und gut. Du siehst es so, ich sehe es so, eine hier seit länger nicht mehr mitschreibende Userin (Herrin des Schweigens) sieht es so und hat dem Thema einen ganzen Thread gewidmet, viele andere User sehen es bestimmt genauso.
Das ist aber keine Garantie, daß auch JKR das so sieht.


Nein, da gebe ich dir Recht, eine Garantie werden wir erst mit dem siebten Band bekommen. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand eine derartig groß angelegte Kinder-/Jugendgeschichte konzipiert und dabei nicht auch moralische Zielsetzungen verfolgt, sprich mit seiner Geschichte nicht auch moralische Werte vermitteln will. Ich gehe also erst einmal von einem lange geplanten, moralisch "guten" Ausgang der Geschichte aus. Und dazu gehört für mich, dass die Figur Dumbledore nicht über Gebühr "beschädigt" werden darf. Stichwort: seniler Trottel. Und weiter kann ich mir schon gar nicht vorstellen, dass jemand später diesen lange geplanten, moralisch "guten" Ausgang wieder opfert sollte, nur weil denn doch zu viele Leser schon (wenn auch immer etwas wackelig, da nie bestätigt) auf der "richtigen" Spur sind.

Gerade was Snape angeht, sehe ich daher alle Äußerungen und Hinweise außerhalb der Bücher erst mal als wenig vertrauenswürdig an, da in erster Linie der Verwirrung der Leserschaft über den verwirrendsten Charakter der Bücher dienend. Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung von Snape können deshalb m.E. nur die Aussagen und Schilderungen innerhalb der Bücher sein - und eben die angenommene moralische Grundausrichtung. Nebulöse Interviewaussagen von JKR oder eines nicht über alles informierten Schauspielers (Dan) können m.E. nicht wenden, was innerhalb des Buchplots über sechs Bände bereits aufgebaut und vorbereitet wurde. Und dafür gehört für mich eben, dass die literarische Figur Dumbledore nicht durch einen sich als schlecht oder tatsächlich nicht vertrauenswürdig herausstellenden Severus Snape demontiert werden kann/darf, wenn JKR ihr Gesamtwerk nicht der Amoral preisgeben will. Einen anderen Weg sehe ich persönlich nicht, bin aber natürlich bereit, mich von JKR überraschen zu lassen.

Wirr? Ich weiß grad selber nicht, aber ich hoffe, ihr habt verstanden, was ich ausdrücken möchte.

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17.02.2007 12:29 Schätzelein ist offline E-Mail an Schätzelein senden Beiträge von Schätzelein suchen Nehme Schätzelein in deine Freundesliste auf
mandragora mandragora ist weiblich
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@Aurora: Ja, die Tatsache, dass plötzlich Rushdie da auftauchte, machte sie eindeutig nervös.

Ihre ganze Reaktion auf die unerschütterliche Loyalität der Snape-Fans erweckt für mich einen resigniert/amüsierten Eindruck. In der Art "was hätte ich noch anstellen sollen? Fünfeinhalb Bände lang baue ich ihn als Buhmann auf, lasse ihn am Ende des sechsten auch noch Dumbledore umbringen, und immer noch stehen sie hinter ihm!" - auch ihre Reaktion auf Rushies "we cannot and don't want to believe this" (das Snape jetzt "a villain and DDs Killer" ist) ist keine ablehnende Reaktion. Eher eine, die andeutet, dass hier ein Plotpoint klar erkannt worden ist.

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Zitat von mandragora:
In der Art "was hätte ich noch anstellen sollen? Fünfeinhalb Bände lang baue ich ihn als Buhmann auf, lasse ihn am Ende des sechsten auch noch Dumbledore umbringen, und immer noch stehen sie hinter ihm!"


Und das hat sie sich ganz allein zuzuschreiben, denn ohne das wiederholte und sehr bestimmte und vollkommene Vertrauen Dumbledores in Snape, sähe die Bilanz wohl gaaaaaanz anders aus. JKR hat Snape den allerbesten und überzeugendsten Bürgen für seine Vertrauenswürdigkeit selbst an die Seite geschrieben. Da soll sie sich jetzt nicht wundern, wenn die Leser sich nicht davon abbringen lassen, dass Snape im Grunde seines Herzens nicht so übel sein kann. Fröhlich Bei jeder anderen Figur hätte ein bekundetes Vertrauen in SS m.E. nach weit, weit weniger Gewicht und ließe die snapesche Grundmotivation tatsächlich noch viel nebulöser erscheinen. Cool Nachdenken

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17.02.2007 12:48 Schätzelein ist offline E-Mail an Schätzelein senden Beiträge von Schätzelein suchen Nehme Schätzelein in deine Freundesliste auf
Bernhard Nowak Bernhard Nowak ist männlich
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Wir dürfen auch nicht vergessen, dass es nach der extremen Auslegung der sogenannten "Stoppered Death"-Theorie (vgl. hier: Als Snape den Tod verkorkte ... ) ja gar keinen Mörder Severus Snape gibt, da Dumbledore gemäß dieser Theorie ja schon längst ein "Untoter" - also ein Geist - gewesen sei und Dumbledore zwar tot, aber nicht von Snape ermordet worden sei. Insofern sei auch der dritte Teil des Unbeakable Vow durch Snape kein Verrat an Dumbledore, sondern ein "Fake" gewesen, da Snape als "Lebensretter" Dumbledores bereits zu diesem Zeitpunkt gewußt habe, dass Dumbledore tot gewesen sei. Zur Begründung dieser Theorie wird in der Regel - etwa von John Granger - auf Snapes Äußerungen in seiner ersten DADA-Stunde und den von ihm in den Raum gestellten Unterschied zwischen Inferi und Geistern verwiesen, vgl. hier: Warum der "Halbblutprinz" der beste Band der HP-Serie ist: Meinung von John Granger Diese Theorie, thematisch 1 a "zugehörig", teile ich ganz und gar nicht (weil ich zwar Anhänger der "Stoppered Death"-Theorie bin, aber m.E. Snape den Tod in Dumbledores Hand "verkorkt" und an der weiteren Ausbreitung auf andere Organe - m.E. mit dem Spinnengift von Aragog - gehindert hat, Dumbledore aber in Band 6 noch quicklebendig war), und sie weder Snapes hasserfüllten Gesichtsausdruck bei der Tötung Dumbledores erklärt, [der für eindeutig für Selbsthass spricht, weil die Ermordung Dumbledores eben wirklich geschieht und in diesem Sinne zwar Inszenierung für Voldemort, aber m.E. eben kein Theater in dem Sinne, dass die Ermordung nicht real und vorgetäuscht sei, darstellt], noch seine allergische Reaktion auf den Vorwurf Harrys, er sei - im Zusammenhang mit Dumbledore - ein Feigling (auf den ersten Feigling-Vorwurf durch Harry reagiert er noch vergleichsweise gelassen mit dem Verweis auf James), begründet [m.E. war es Snapes "große" Überwindung, der Bitte seines Freundes Dumbledore möglicherweise zu folgen und daher die Tat alles andere als feige] aber auch sie gibt es.

Dennoch möchte ich Wetterwax in ihrem Einwand insofern zustimmen, als auch ich es für möglich - nicht wahrscheinlich, aber möglich - halte, dass uns JKR eine ganz andere Auflösung anbietet, was aber der moralischen Botschaft der Bände, wie sie so schön hier: Snape und die Botschaft der HP-Bücher ausgedrückt ist, eindeutig widerspräche. Daher glaube ich an eine solche Lösung zwar nicht; aber ich halte eine solche "Plotauflösung" bei JKR, bei der ich - auch in dem oben zitierten Interview - teilweise ganz schön sarkastische Züge festgestellt habe (gerade im nicht zitierten Interviewteil nach Rushdies Äußerung, vgl. die Auseinandersetzung über diesen Teil in: Pressekonferenz und Lesung am 1. und 2. August) und der meines Erachtens ebenfalls in ihrer Äußerung, sie habe eine Person "begnadigt" (was für ein Wort Verärgert ) deutlich wird, leider dennoch für möglich. Insofern kann es sein, dass uns JKR in der Tat eine ganz andere "Plotauflösung" bietet, wie wir alle mehrheitlich hier denken und dass wir ein "böses Erwachen" in Band 7 erleben könnten (nicht wahrscheinlich aus meiner Sicht, aber sehr wohl möglich).

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Dieser Beitrag wurde 12 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Nowak: 17.02.2007 13:22.

17.02.2007 12:55 Bernhard Nowak ist offline E-Mail an Bernhard Nowak senden Homepage von Bernhard Nowak Beiträge von Bernhard Nowak suchen Nehme Bernhard Nowak in deine Freundesliste auf
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@Schätzelein:
Ich bin deiner Meinung.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Autorin Snape in Todessergegenwart genau darauf ansprechen lässt: Dumbledores Glaube an das Gute im Menschen ist seine größte Schwäche.

Zitat von Buch 6:
And you overlook Dumbeldore´s greatest weakness: he has to believe the best of people. I spun him a tale of deepest remorse when I joined his staff, fresh from my Death Eater days, and he embraced me with open arms …


Das ist natürlich eine Verhöhnung (bzw. soll so klingen) und bekommt eine besonders bittere Note im Zusammenhang mit Dumbledores Ende.

Zur Zeit muss Snapes Geschichte der Reue und Dumbledores größte Schwäche – sorry, wenn ich das so brutal heraus sage – in Todesserkreisen geradezu ein running joke sein. „Damit hast du wohl nicht gerechnet, alter Mann?“ Das darf mE nicht so stehen bleiben, selbst wenn Voldemort am Ende doch noch besiegt wird (wovon auszugehen ist).

Die Autorin hat es sich damit noch schwerer gemacht, aus der moralischen „Falle“ herauszukommen, falls sie Snape einen Verräter an Dumbeldore werden lässt. Sie hat uns dieses „Dumbledore als Narr“ geradezu auf dem Tablett serviert.

@Bernhard Nowak:
Eun guter Hinweis ist auch der Vergleich mit der Aussage Snapes in Spinner´s End zu seinem Gesichtsausdruck auf dem Turm. Triumph in seinen Augen hätte mich um ein Vielfaches mehr beunruhigt, als Hass.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Aurora: 17.02.2007 13:03.

17.02.2007 13:01 Aurora ist offline E-Mail an Aurora senden Beiträge von Aurora suchen Nehme Aurora in deine Freundesliste auf
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@:Bernhard
Zitat von Bernhard:
Insofern kann es sein, dass uns JKR in der Tat eine ganz andere "Plotauflösung" bietet, wie wir alle mehrheitlich hier denken und dass wir ein "böses Erwachen" in Band 7 erleben könnten (nicht wahrscheinlich aus meiner Sicht, aber sehr wohl möglich).


Glaubst du nicht, dass sich JKR sehr wohl auch Gedanken über die Zeit und ihr Ansehen nach Band sieben macht? Glaubst du, sie ist so übel drauf, dass sie den größten Bucherfolg der Gegenwart schreibt und am Ende eine amoralische oder unmoralische Plotauflösung bietet, die millionen Leser vor den Kopf stoßen würde und den Erfolg der Bücher im Nachhinein in Frage stellen müsste? Ich meine damit nicht, dass sie die Leser nicht vor den Kopf stoßen wird indem sie zum Beispiel einen oder mehrere der Lieblingscharactere sterben lässt, von mir aus auch Harry, wenn's der Wahrheitsfindung dient. Das wird sie mit Sicherheit tun. Ich glaube aber trotzdem nicht, dass JKR ihren eigenen Ruhm mit einem "schlechten", amoralischen Ende auf's Spiel setzen wird. Denn nur ein moralisch "gutes" Endergebnis (unabhängig von den Leichen, die diesen Weg pflastern werden) kann ihr ein nachhaltig gutes Ansehen sichern. Ansonsten wäre sie wohl eher die Dame, die es sechs Bände lang ganz toll gemacht hat, um es am Schluss blöde und für die große Mehrheit der Leserschaft unbefriedigend zu versemmeln.

Die "Guten", die sie bereits "geopfert" hat und die, die sie noch "opfern" wird, müssen m.E. einem "guten Zweck", einem moralischen Ziel geopfert worden sein, will sie nicht Gefahr laufen, dass Millionen enttäuschter Fans sie selber (JKR) "opfern" und sich angewidert von HP abwenden. Wären diese Opfer umsonst gewesen, wäre die ganze Buchreihe umsonst. Nicht umsonst haben wir in den Threads immer mal wieder mit "Grillpartys" für die Bücher gedroht, falls wir am Ende durch grobe Unlogik oder einen moralisch nicht vertretbaren Ausgang enttäuscht würden. Und damit stehen wir bestimmt nicht alleine da. Und das dürfte JKR auch wissen. Deshalb glaube ich nach wie vor nicht, dass sie so dumm wäre, als Höhepunkt der Reihe den Lesern millionenfach vor den Kopf zu stoßen und sich selber als geliebte und bewunderte Erfolgsautorin zu demontieren.

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17.02.2007 13:24 Schätzelein ist offline E-Mail an Schätzelein senden Beiträge von Schätzelein suchen Nehme Schätzelein in deine Freundesliste auf
Bernhard Nowak Bernhard Nowak ist männlich
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@Schätzelein: Wir beide sind uns hier ja einig. Grinsen Aber die Frage bleibt eben, ob JKR so denkt. Aus meiner Sicht ist sie (leider) durchaus sehr sarkastisch und auch ihr offensichtliches Snape-Vorbild aus dem Werk, welches sie an erste Stelle gesetzt hat bei der Frage, welche Bücher der Weltliteratur sie Jugendlichen empfiehlt (vgl. hier: JKRs Lesemepfehlungen (Bloosmbury) ), Emily Brontés "Sturmhöhe", Heathcliffe, ist ein von Rachegedanken getriebener Charakter, dessen Wirken nur Unheil bringt. Und der alte Earnshaw, möglicherweise Dumbledore-Vorbild, ist ganz vernarrt in "sein" Findelkind Heathcliffe. Er lässt sich von seinem Vertrauen in das Kind, welches er gefunden und - zum großen Schaden seiner Familie - in diese integriert hat, bis zu seinem Tode nicht abbringen. Der alte Earnshaw hat sich geirrt und er war ein Narr - dies ist das Ergebnis von "Sturmhöhe", eines sehr illusionslosen, m.E. bewußt anti-romantischen Buches [nicht umsonst gleicht die Beschreibung von Heathcliffe der von Snape aufs Haar]. Ist es auch Vorbild für JKR? Wir haben ja hier im Forum darüber diskutiert und haben in dieser Hinsicht unterschiedliche Auffassungen.

Insofern könnte JKR hier in der Tat eine andere Plotauflösung im Auge haben. Ich sagte ja, ich halte dies nach wie vor für denkbar und möglich, wenn auch für unwahrscheinlich. Ich kann Deine Einwände ja verstehen und teile sie ja auch. Ob JKR sie aber teilt, da bin ich mir eben leider sehr unsicher, da sie m.E. durchaus auch eine Trotzreaktion zeigt: gerade weil die überwiegende Mehrheit in den Foren an einen "guten" Snape glaubt, will sie möglicherweise zeigen, dass es doch anders ist. Ein m.E. sehr kurzsichtiges Verhalten der Autorin, wenn es so zutreffen sollte. Aber für möglich - wenn auch nicht für wahrscheinlich, ich bin ja Theorie 1 b-Anhänger - halte ich es. Leider. Traurig Hoffen wir also, dass diese Äußerungen von ihr gezielte Strategie zur Verunsicherung der Leser und zur Aufrechterhaltung der Spannung bis zum Erscheinungstermin von Band 7 darstellen und dass sie uns ein Ende bietet, welches Dumbledores Vertrauen in Snape belegt und zeigt, dass er sich eben nicht in ihm geirrt hat. Daran glaube ich auch.

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Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Nowak: 17.02.2007 16:42.

17.02.2007 13:32 Bernhard Nowak ist offline E-Mail an Bernhard Nowak senden Homepage von Bernhard Nowak Beiträge von Bernhard Nowak suchen Nehme Bernhard Nowak in deine Freundesliste auf
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@: Bernhard: Leider habe ich "Sturmhöhe" nie gelesen, und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Ist es auch als "Jugendbuch" geschrieben worden, oder als "Erwachsenenliteratur", die man aber durchaus auch Jugendlichen empfehlen kann? Das wäre ja schon mal ein entscheidender Unterschied. Du schreibst "Srurmhöhe" sei ein anti-romantisches Buch. Siehst du in HP1-HP6 Anzeichen einer anti-romantischen Grundaussage? Ich eher nicht. breites Grinsen Ich kann mir also gut vorstellen, dass in einem Buch für Erwachsene, in einem Buch mit anti-romantischer "Zielrichtung", die Demontage einer Hauptfigur wichtig sein kann, eben um die anti-romantische Aussage hinzukriegen. In HP sehe ich diesen Grundansatz nicht und würde deshalb auch keine Parallelen ziehen (auch wenn sich die Konstellationen ähneln sollten).

Und hier sind wir auch schon wieder bei den womöglich "falschen Fährten" der JKR. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie beim Erstarken eines "gefährlich" guten Snapebildes bei der Leserschaft mal kurz (und scheinheilig) eine Leseempfehlung gibt, die den Lesern vor Augen führt, dass es ja vielleicht auch so sein könnte. Scheinheilig Da ich aber glaube (ohne das Buch gelesen zu haben), dass sich die Buch-/Geschichtsgenres nicht entsprechen, halte ich eine Übertragung der Moral für nicht praktikabel. In der Erwachsenenliteratur (damit meine ich Bücher, die explizit für Erwachsene geschrieben wurden) findet sich ja so manches Werk, nach dessen Lektüre man sich am liebsten aus dem Fenster werfen möchte, weil der Grundaussage nach die Welt ja so schlecht ist. breites Grinsen Als Grund- oder Zielaussage in der Kinder- und Jugendliteratur hielte ich eine solche Zielaussage aber nicht nur für nicht angemessen, sondern sogar für gefährlich. Und aus "Trotz" (wie du schreibst) in eine solche Richtung zu gehen für sehr, sehr dumm.

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17.02.2007 14:06 Schätzelein ist offline E-Mail an Schätzelein senden Beiträge von Schätzelein suchen Nehme Schätzelein in deine Freundesliste auf
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@Schätzelein: "Sturmhöhe" ist ein Klassiker der Erwachsenenliteratur und kein Kinder- oder Jugendbuch. Ich kann Dir in Deinen Erwägungen nicht widersprechen, halte sie wirklich für richtig. Auch, dass JKR vom "Vorbild Heathcliffe" bewußt abweicht, halte ich für möglich. Aber ob eben JKR so denkt wie wir, da bin ich mir (leider) noch sehr unsicher.

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17.02.2007 14:17 Bernhard Nowak ist offline E-Mail an Bernhard Nowak senden Homepage von Bernhard Nowak Beiträge von Bernhard Nowak suchen Nehme Bernhard Nowak in deine Freundesliste auf
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@Bernhard, Schätzelein: Eine "Trotzreaktion" von ihr schließe ich aus, gerade nachdem ich dies Interview-Video gesehen habe. Als diese Art Charakter erscheint sie mir nicht. Auch geht aus dem Video deutlich hervor, dass sie sich sehr im Klaren ist, welche Wirkung ihre Geschichte auf Kinder hat - z.B. wie sie auf diesen kleinen Jungen, der nicht glauben wollte, dass DD tot ist, reagiert. Das war kein gespieltes Bedauern, das ging ihr wirklich nahe. Nein, so kaltschnäuzig, dass sie diesen Kindern ein zynisches Ende vorsetzen wird, ist sie nicht.

Wenn ich die "Dramaturgie" dieses Videos mal revue passieren lasse, überrascht mich dieser "Ausrutscher" keineswegs. Sie kommt da herein nach King und Irving, offensichtlich nervös und enorm unter Druck ("I feel like Herman's Hermits, following the Stones and the Beatles"), wird von einer Gruppe "militanter" Snape-Fans empfangen, muss dann einem kleinen Jungen die Hoffnung nehmen, dass er Dumbledore nochmal wieder sieht ("I feel terrible" -- "I'm sorry") und dann steht kein Geringerer als Salman Rushdie vor ihr und kündigt ihr an, jetzt ihre Angstfrage Nr. 1 zu stellen ("a follow-up question"). In ihrer Reaktion auf diese Ankündigung ist deutlich hörbar, dass sie Nerven kriegt. Ist es denn ein Wunder, dass ihr da dieser Ausrutscher passiert?

Imo war schon die Enthüllung über DD's Tod in der Form nicht geplant - hat ja auch viele verwundert, dass sie dies rausgelassen hat. Klar ließ sie nachher den Transkript korrigieren. Das eigentlich Verwunderliche ist, dass sie nicht verlangt hat, dass man das Video editiert.

Die Übertragung des Sturmhöhe-Plots (ich habe es grade mal in der Wikipedia nachgelesen - @Bernhard: Was meinst du mit der haargenauen Ähnlichkeit zwischen Heathcliffe und Snape? Dort steht, Heathcliffe kehrt gut aussehender und reicher junger Mann zurück?) ist m.E. nicht nur deshalb nicht möglich, weil es sich im einen Fall um Erwachsenenliteratur handelt, im anderen Fall um Kinder-/Jugendliteratur, sondern auch und vor allem deshalb, weil HP ein Werk nach mythologischem Muster ist. Es ist entlang der klassischem Muster der "Heldenreise" gestrickt. Dies wurde von Jo des Öfteren direkt oder indirekt bestätigt, beispielsweise wenn sie von einer Geschichte des Guten gegen das Böse, von DD als Epitom des Guten, und davon, dass in dieser Art von Geschichten die weisen alten Mentoren immer sterben müssen, weil der "Held" seinen Weg letztendlich alleine gehen muss, spricht. In eine solche Geschichte passt es nicht, dass das Epitom des Guten einfach zu doof gewesen ist. Abesehen davon, dass es ein wenig unglaubwürdig und dick aufgetragen wird, wenn Harry als relativ durchschnittlicher Junge quasi im Alleingang jetzt nicht nur gegen das Genie Voldemort, sondern auch noch gegen das kaum geringere Genie Snape bestehen soll, weil er derjenige ist, der mit der Macht der Liebe gesegnet ist.

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17.02.2007 14:35 mandragora ist offline Beiträge von mandragora suchen Nehme mandragora in deine Freundesliste auf
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Ich möchte ja immer noch zu, zu gerne beweisen, dass JKR tatsächlich keine andere Möglichkeit hat, als Snape in irgendeiner Weise gut sein zu lassen. breites Grinsen Ich denke, der Knackpunkt bei den bisherigen Überlegungen, dass JKR trotz allem die Wahl des Ausgangs hätte, ist der, dass dabei nicht gesehen wird, dass JKR zwar die Autorin und Erdenkerin der Geschichte ist, dies aber nicht gottgleich im luftleeren Raum tun kann, sondern ihrerseits durchaus und sehr stark gebunden ist.

Meine Überlegungen dazu möchte ich stichwortartig und thesengleich aneinanderreihen, sodass sie, meiner Meinung nach, eine zwingende Konsequenz mit sich bringen.

Punkt 1: Harry Potter wurde als eine Kinder- und Jugendbuchreihe erdacht, konzipiert und geschrieben.

Punkt 2: Die Hauptthematik dieser Kinder- und Jugendbuchreihe ist der Kampf "Gut gegen Böse".

Punkt 3: Da die Hauptthematik der Reihe eine moralische Thematik ist, ist zwangsläufig auch die Endaussage der Bücher eine moralische.

Punkt 4: Die moralische Endaussage in einer Kinder- und Jugendbuchreihe muss eine "gute" sein, d.h., dass Gute muss letztlich über das Böse triumphieren, da ansonsten fatale Zeichen in eine ganz falsche Richtung gesetzt würden.

Punkt 5: Bevor der Verlag die Kinder- und Jugendbuchreihe HP angenommen hat, muss er über den groben Plot und damit auch über die moralische Endaussage der Reihe informiert gewesen sein.

Punkt 6: Kein Verlag dieser Welt, der etwas auf sich hält, würde eine (und schon gar nicht eine derartig groß angelegte) Kinder- und Jugendbuchreihe herausbringen wollen, die in ihrer Endaussage fatale Zeichen in eine moralisch bedenkliche Richtung setzt.

Punkt 7: Kein Verlag dieser Welt würde es zulassen, dass die Autorin den moralisch guten Ausgang einer Kinder- und Jugendbuchreihe dahingehend abändert, dass das "Böse" siegt, denn das wäre beileibe kein "kleiner Scherz" oder eine tolerierbare "Trotzreaktion" der Autorin, sondern gerade im Fall der Harry-Potter-Reihe dazu geeignet, bei weltweit Millionen begeisterten Kindern und Jugendlichen (moralischen) Schaden anzurichten. JKR muss also beim Konzept und bei der Gesamtaussage bleiben, welche sie ursprünglich dem Verlag vorgelegt hat. Sie ist nicht frei darin, das Grundsätzliche zu ändern.

Punkt 8: Der nachhaltige Welterfolg dieser Kinder- und Jugendbuchreihe ist maßgeblich davon abhängig, dass millionen Fans auch nach Band sieben noch Fans sind und bleiben. Ein Milliardengeschäft (Bücher, CDs, Filme, Merchandising-Produkte jeder Art etc.pp.) ist davon abhängig, dass die Fans zufrieden bleiben. Das garantiert aber nur ein moralisch gute Endaussage des Buches. Auch hier ist JKR nicht unabhängig zu tun oder zu ändern, was sie will.

Punkt 9: In Harry Potter wird "das Gute" durch die Figur Dumbledore, seinen Charakter, seine Überzeugungen, Taten und Moralvorstellungen und Handlungsmaximen symbolisiert und personifiziert.

Punkt 10: In Harry Potter wird "das Böse" durch Lord Voldemort seinen Charakter, seine Überzeugungen, Taten und Moralvorstellungen und Handlungsmaximen symbolisiert und personifiziert.

Punkt 11: Wenn die Figur Dumbledore an ihren eigenen Wertvorstellungen scheitern würde, dann scheiterte "das Gute an sich". Nur wenn die Figur Dumbledore am Ende Recht behält, dann behält das Gute Recht.

Punkt 12: Wenn die Figur Lord Voldemort an ihren eigenen Wertvorstellungen scheitert, dann scheitert "das Böse an sich". Wenn aber die Figur Lord Voldemort am Ende Recht behält, dann behält das Böse Recht.

Punkt 13: Dumbledore und Voldemort sind als Personifizierungen von "Gut" und "Böse" Antipoden. Es ist nicht möglich, dass beide gleichzeitig Recht behalten oder beide gleichzeitig im Unrecht sind. Das Recht des einen zwingt den anderen ins Unrecht.

Punkt 14: Die in den Büchern vielfach wiederholte Aussage Dumbledores, dass er dem literarisch zwiespältig aufgebauten Charakter Severus Snape vollkommen vertraue, ist der entscheidende Prüfstein für die "Wahrhaftigkeit" und Glaubwürdigkeit des personifizierten Guten selbst.

Punkt 15: Würde sich Snape im siebten Band als nicht vertrauenswürdig herausstellen, so würde dies bedeuten, dass Dumbledore an seiner grundlegenden, hoch moralischen Maxime des Vertrauens gescheitert wäre. Seine Moral (die Moral des Guten) wäre als in ihren Grundfesten fehlerhaft entlarvt und damit wäre "das Gute" insgesamt gescheitert.

Punkt 16: Scheitert "das Gute" (Dumbledore), so würde zwangsläufig "das Böse" (Voldemort) und damit eine unmoralische Endaussage siegen.

Punkt 17: Da aber nach den Punkten 1 bis 8 der moralisch gute Ausgang, der Sieg des Guten über das Böse, nicht nur moralisch, sondern auch kommerziell der einzig gangbare Weg für die Harry-Potter-Reihe ist, und JKR aus genannten Gründen nicht die Macht haben kann, ihrem Verlag!!! (und danach! erst den Lesern!) und allen Großverdienern, die da sonst noch dranhängen, ein anderes, ein unmoralisches Plotende aufs Auge zu drücken, bleibt nur ...

Punkt 18: ... dass "das Gute" Recht behalten muss, was bedeutet, ...

Punkt 19: ... dass Dumbledore Recht behalten muss, was bedeutet, ...

Punkt 20: ... dass sein vollkommenes Vertrauen in Severus Snape sich nicht als falsch herausstellen darf, was bedeutet, ...

Punkt 21: ... dass Severus Snape "gut" sein muss. breites Grinsen


Also: Auch wenn hier von einigen nicht ausgeschlossen wird, dass es JKR persönlich zuzutrauen wäre, dass sie aus diesen oder jenen Gründen in der Lage wäre, das Ende zu einem "bösen Erwachen" zu machen – und wenn sie es noch so gerne täte – sie könnte es m. E. trotzdem nicht, da sie in ihren grundlegenden Plotentscheidungen auch auf das Mittragen des Verlages und der anderen Harry-Potter-ist-ein-weltweites-Milliardengeschäft-Großverdiener angewiesen ist.

Wie seht ihr das?

__________________
"When too perfect, lieber Gott böse."
Nam June Paik
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@Schätzelein: Ich gebe dir Recht, dass der Verlag ursprünglich das Sagen hatte. Allerdings halte ich es nicht für zwingend, dass dem auch jetzt noch so ist. Ich bin nicht sicher, dass der Verlag bereits zu Beginn ein Expose über alle 7 Bände verlangte - meine Informationen geben nur her, dass das Manuskript zu Philosophers Stone (das die Kriterien klar erfüllt) erstmal akzeptiert worden ist. Die nachfolgenden zwei bis drei Bände erfüllten diese Kriterien ebenfalls unproblematisch, so dass die Akzeptanz nicht verwunderlich ist.

Meiner Meinung nach besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass Rowling nach einer gewissen Zeit, sagen wir ab Buch 4 etwa, in der Position war, dem Verlag aufzutischen, was sie will. Dies lässt immer noch Spielraum für zwei Möglichkeiten eines "Evil!Snape": Entweder sie änderte ihre Meinung in einer "Trotzreaktion", oder sie hatte von Anfang an ein zynisches Ende im Sinn. Das Resultat wäre allerdings, dass sie als Autorin mit einem Millionenpublikum entweder ihre ehemals untadeligen Absichten kindischen Trotzimpulsen hat zum Opfer fallen lassen, oder aber mit irgendeiner fast schon als sadistisch zu bezeichnenden Intention eine als mythologisch und moralisch getarnte, in Wahrheit aber völlig zynische Geschichte auf ein großteils minderjähriges Publikum loslässt. Man mache sich dabei bitte klar, dass dies mit eventuellen Kommerz-Überlegungen gar nichts zu tun hat, denn verkaufen werden sich die Bücher so oder so. Jeder mag sich überlegen, ob er der Autorin eines von Beidem charakterlich tatsächlich zutraut - mit allen Konsequenzen, die dies im Hinblick auf Rezensionen, Lexika-Einträge, Negativ-Preisverleihungen etc. nach sich zieht.

__________________
"Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung." (Peter Scholl-Latour)

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