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Pad01 Pad01 ist weiblich
Schülerin

Dabei seit: 09.09.2013
Alter: 19
Herkunft: Berlin
Pottermore-Name: AugeAccio12235



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Die Mütter-Mafia

von Kerstin Gier

Das Buch ist wirklich lustig und beweiÃt echte Frauenpower! Augenzwinkern Fröhlich

__________________
(\__/)
(O. o)
( ) ( )Das ist Hasi. Kopiere Hasi in deine Signatur und hilf ihm die Welt zu erobern Grinsen
10.04.2014 16:36 Pad01 ist offline Beiträge von Pad01 suchen Nehme Pad01 in deine Freundesliste auf
Selene Falcon
unregistriert


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von Ford Madox Ford. Ich habe eine Gesamtausgabe aller vier Bände, bin allerdings noch relativ am Anfang von Teil 1, da die Uni mehr Zeit beansprucht als mir lieb ist. Aber es gefällt mir bisher gut, irgendwie hat es etwas, das mich immer lieber zu diesem Buch greifen lässt als zu meinen Uni-Büchern.
11.04.2014 18:08
Lady_Castamere Lady_Castamere ist weiblich
Schülerin

Dabei seit: 04.04.2014
Alter: 36
Herkunft: Slytherin



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auf Mittelhochdeutsch, für die Uni. Was ein SpaÃ.
Kostprobe gefällig? Augenzwinkern



Zum Glück steht die neuhochdeutsche Fassung gleich daneben, sonst müsste ich bei jedem 5ten Wort mein Wörterbuch befragen. Augenzwinkern

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Grinsen
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11.04.2014 18:13 Lady_Castamere ist offline Beiträge von Lady_Castamere suchen Nehme Lady_Castamere in deine Freundesliste auf
Vampire Heart Vampire Heart ist weiblich
Schülerin

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Dabei seit: 02.12.2008
Alter: 230
Herkunft: In Ramnikul in Transylvanien sah ich ein Plakat, drauf stand, dass der Graf Drakula zum Fest geladen hat...



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@ Lady_Castamere:
Ich bin übrigens dafür, dass man so Grundkenntnisse in Mittelhochdeutsch in der Schule lernt, weil wenn man erst mal drin ist, ist das ja gar nicht mal so schwer. Und es ist total schade, dass man von dieser Sprache überhaupt erst im literaturwissenschaftlichen Studium hört, weil sie schon etwas für sich hat, wie ich finde! Grinsen


Ich lese gerade von Heimito von Doderer. Auch für die Uni. Gehört leider zu den Büchern, die man mehr als einmal lesen muss, um sie zu verstehen, aber das macht manchmal ja auch den Reiz des Ganzen aus...

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11.04.2014 21:59 Vampire Heart ist offline E-Mail an Vampire Heart senden Beiträge von Vampire Heart suchen Nehme Vampire Heart in deine Freundesliste auf Füge Vampire Heart in deine Kontaktliste ein
Lady_Castamere Lady_Castamere ist weiblich
Schülerin

Dabei seit: 04.04.2014
Alter: 36
Herkunft: Slytherin



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Da stimm ich übrigens im vollen Umfang zu. Ich hatte etwas Mittelhochdeutsch in der Schule, eine Unterrichtsstunde lang. Ist nicht viel, aber besser als gar nichts. Man braucht zwar hier und da ein Wörterbuch oder liest doch mal die Ãbersetzung nebendran, aber es ist interessant zu lesen, wie damals gesprochen wurde.

BTT.: Noch ein Buch für die Uni und . Ok, sind 2 Bücher. Also eher zwei Geschichten in einem Buch... ach egal Augenzwinkern Tieck liest sich übrigens fantastisch! *-*

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Grinsen
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11.04.2014 22:42 Lady_Castamere ist offline Beiträge von Lady_Castamere suchen Nehme Lady_Castamere in deine Freundesliste auf
late_knight late_knight ist männlich
Schüler

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Dabei seit: 06.08.2009
Alter: 27
Herkunft: Niederbayern



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Der Name der Rose von Umberto Eco.

Bisher hervorragend. Hab das ganze etwas langatmiger erwartet, wurde aber positiv überrascht.

btw: Wir mussten damals sogar ein mittelhochdeutsches Gedicht lerenen.

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Erst kommt Lächeln,dann kommen Lügen. Zuletzt Schüsse.- Roland der Revolvermann
20.04.2014 14:09 late_knight ist offline E-Mail an late_knight senden Beiträge von late_knight suchen Nehme late_knight in deine Freundesliste auf
Lord_Slytherin Lord_Slytherin ist männlich
Xperts Fanfiction Wettbewerb Silber-Award-Winner

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Dabei seit: 29.04.2004
Alter: 56
Herkunft: aus der Mitte Deutschlands, auch Thüringen genannt
Pottermore-Name: DraconisNox24



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20.04.2014 15:48 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
Bernhard Nowak Bernhard Nowak ist männlich
Schüler

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Dabei seit: 26.08.2004
Alter: 56
Herkunft: Rödermark



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John Green ist mit seinem Werk: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" mittlerweile berühmt geworden. Es ist jedoch besonders sein Debutroman: "Eine wie Alaska", der mich enorm beeindruckt hat und den ich jetzt erneut gelesen habe.

Der 16-jährige John Miles lebt in Florida mit seinen Eltern. Um deren Ãberbehütung zu entkommen und das "groÃe Vielleicht" zu entdecken, wechselt er - wie sein Vater - auf das Internat Culver Creek in Alabama. Dort lebt er mit dem "Colonel" Chip Martin in einem Zimmer und freundet sich mit diesem an. Besonders hat es ihm in der Clique Alaska angetan, ein Mädchen, in welches er sich gleich verliebt. Impulsiv, launenhaft, geheimnisvoll und hinter einer rauhen Schale leicht verletzlich zieht sie ihn und seine Freunde in den Bann. Miles, der in seinem vorherigen Internat keine Freunde hatte und als Langeweiler galt, genieÃt das Zusammensein mit seinen neuen Freunden. Gemeinsam lernen sie, planen Schulstreiche, rauchen und trinken heimlich und halten zusammen. Eines Tages, kurz nach Weihnachten, erfahren Miles und seine Freunde, dass Alaskas Mutter ums Leben gekommen ist: sie starb an einem Aneurisma und die sechsjährige Alaska stand wie gelähmt daneben, ohne Hilfe zu holen. Deshalb fühlt sie sich schuldig, zumal ihr der Vater deshalb Vorwürfe machte. Zwar versichern ihr ihre Freunde, dass sie nichts für den Tod ihrer Mutter kann, aber Alaska kann mit diesem Ereignis auch zehn Jahre danach nicht fertig werden. Wenige Tage darauf will sie eines Nachts heimlich das Internat im eigenen Wagen verlassen. Obwohl sie betrunken ist, hindern sie Miles und der Colonel nicht daran....

Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Sicht des jugendlichen Protagonisten Miles Halter geschrieben und behandelt die Tage vor und nach dem Ereignis, welches der Höhepunkt des Buches ist: der tödliche Autounfall von Alaska. Warum wollte sie in der Nacht weg? Hat sie eventuell Selbstmord begangen, weil sie mit ihrer Schuld nicht fertig geworden ist? Haben ihre Freunde Schuld auf sich geladen, weil sie Alaskas Weggang in betrunkenem Zustand nicht verhindert haben? Gibt es einen Ausweg aus diesen quälenden Zweifeln und geben die verschiedenen Religionen, in denen sie im Internat unterrichtet werden, Antworten auf die Frage nach einem Ausweg aus diesem quälenden Labyrinth?

Der Roman - Internats- und Adoleszensgeschichte in einem - verbindet den Schulalltag mit all seinen Vorkommnissen mit diesen philosophischen Fragen. Der Religionsunterricht bei Dr. Hyde, einem Lehrer, den Miles aufgrund seines Wissens faszinierend findet, wird daher ausführlicher behandelt. Der Tod Alaskas gibt den zunächst sehr theoretischen Fragen nach dem Sinn von Leben und Tod für die Protagonisten eine ganz neue Aktualität.

John Green hat ein faszinierendes, wohl autobiographisch beeinflusstes - Erstlingswerk geschrieben, welches mich faszniert und gefesselt hat. Die lebensecht gezeichneten Charaktere, die Geschichte selbst und die damit verbundenen philosophischen Fragen haben mich nicht mehr losgelassen. Ein Buch, welchem ich viele Leser wünsche.

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King: You're a monster, Urquhart.
Urquhart:You might very well think that, Sir, but your opinion doesn't count for very much now, does it? Good day, Sir. Grinsen

Ian Richardson in: "House of cards, Teil 2: To play the King"

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Nowak: 27.04.2014 17:30.

27.04.2014 17:28 Bernhard Nowak ist offline E-Mail an Bernhard Nowak senden Homepage von Bernhard Nowak Beiträge von Bernhard Nowak suchen Nehme Bernhard Nowak in deine Freundesliste auf
lari el fari
Schüler

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Dabei seit: 12.01.2011



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Tatzes Frage "" erinnerte mich an etwas, an Geschichten die ich vor langer Zeit gelesen habe. Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde Robert E. Howard mit seinen Stories um barbarische Heroen wie König Kull von Valusien, dem Piktenkönig Brak Mak Morn und seiner wohl bekanntesten Schöpfung, Conan von Cimmerien, berühmt. Er hatte mit seinen Figuren eine neue Gattung der Fantasy-Literatur geschaffen - die HeroicFantasy oder auch Sword & Sorcery. Viele Autoren haben sich nach dem frühen Tod Howards bemüht das Vakuum, das er hinterlassen hatte, mit eigenen Geschichten und Helden auszufüllen. Darunter finden sich so bekannte Namen wie Henry Kuttner, John Jakes oder Lin Carter, um nur einige wenige zu nennen.

Aber es gelang keinem der Genannten so richtig das Flair, die Atmoshäre, die Stimmung, die Howard so meisterhaft beherrschte, einzufangen. Das gelang erst sehr viel später Karl Edward Wagner (1945 bis 1994) mit seinen Geschichten um den mythenbehafteten Schwertkämpfer Kane, Wagners Interpretation des biblischen Brudermörders Kain. Kane wurde von (s)einem Gott als Strafe für den ersten Brudermord zum "nicht mehr Altern", zu ewiger Wanderschaft verflucht. Einzig Gewalt würde ihn töten können, aber gleichzeitig verwehrt ihm sein unbändiger Lebenswille einfach aufzugeben, sich nicht mit aller Macht gegen den Tod zu wehren.

Kane - ein nahezu unbesiegbarer Krieger, ein nahezu Unsterblicher, jemand der sich schwarzer Magie bedienen kann, obendrein noch hochintelligent? Das wäre wie die Superhelden Batman, Spiderman, Superman und wie sie alle heiÃen mögen - und genauso eindimensional und langweilig. Das dient nur dem Hintergrund in Wagners grandios entworfener Welt in der sich jeder der Nächste ist. Wagners Kane ist anders, vor allem vielschichtiger. Mörder und Plünderer, Vergewaltiger, eigensinnig und skrupellos durchlebt Kane auch lange depressive Phasen, in denen er seine Mitmenschen meidet und in die Einsamkeit flüchtet. Andererseits ist er auch nicht nur die Verkörperung des Bösen: Er hat eine, wenn auch sehr eigene, Auffassung von Ehre, Augenblicke der Uneigennützigkeit und Hilfsbereitschaft.

Fazit: Fünf von fünf Schwertern, ein Muss für Fans des Genre. Düster, dunkel, böse und sprachgewaltig - sollte man gelesen haben.





III


Der Mond goà sein bleiches Licht über Rehhailes schlanken Körper, während sie Kane zusah, der gedankenverloren Steine in den See unter ihrem steinernen Sitz warf. Eine Gänsehaut überzog ihren braunen Rücken, und sie kroch über das samtene Moos der alten Steinbank, um sich zitternd an Kane zu pressen. Sein Körper war warm, aber seine Gedanken waren weit fort, und sie legte zufrieden den Kopf gegen seine Schulter.

Rehhaile teilte die düstere Apathie, die bittere Verzweiflung ihres Volkes nicht. Sie liebte das Sonnenlicht, wo die anderen sich lieber im Schatten ihrer Häuser verbargen. Dem Sonnenlicht verdankte sie die gesunde Bräune ihres knabenhaften Körpers, der sie mit seinen schmalen Hüften und festen kleinen Brüsten jünger erscheinen lieÃ, als sie mit ihren zwanzig Jahren war.

Ihre schlanken Finger wanderten über die massiven Muskeln von Kanes Rücken, und sie begann, die knotigen Muskelstränge zu massieren, versuchte auf ihnen die Wellenkreise des Sees nachzuformen. Kane schien sie nicht wahrzunehmen, aber sie fühlte nach seinen Gedanken und fand dankbare Entspannung in ihnen.

Denn Rehhaile war blind, ihre groÃen Augen leer. Ihre Mutter starb, als Rehhaile noch in ihrem Leib lag. Der Vater schwor, daà die Pest ihm nicht alles nehmen sollte, und ein Arzt hatte Rehhaile aus dem toten Körper geschnitten. Der Vater und der Arzt starben noch in derselben Woche an der Pest, aber Rehhaile lebte weiter, während um sie das Leben in Demornt erlosch. Jemand kümmerte sich um das schutzlose Kind, denn Demornt war ein Land elternloser Kinder und kinderloser Mütter geworden. Als sie alt genug war, sich selber durchzuschlagen, verbrachte sie die meiste Zeit in Sebbeis letzter Taverne.

Obwohl von Geburt an blind, war Rehhaile ein unendlich wertvollerer Wahrnehmungssinn als das Augenlicht gegeben. Ihre schreckliche Geburt, eine genetische Mutation, eine Laune der Götter â der Grund war unbekannt und unwichtig.

Rehhaile konnte ihren eigenen Geist mit dem e i nes anderen verbinden. Durch diese psychische Verbindung sah sie mit den Augen des anderen, hörte durch seine Ohren, fühlte mit seinen Fingern. Und neben den Sinnes Wahrnehmungen, die sie mit dem fremden Geist teilte, wurde sie auch eins mit seinen Gefühlen â sie las nicht die Gedanken, sondern erfuhr selbst die Myriaden Emotionen, die durch die Korridore eines fremden Gehirns zogen.Ihr unglaubliches Talent, in den Geist eines anderen Menschen zu sehen, machte Rehhaile in den Augen der letzten Bewohner von Sebbei zu einer Zauberin, aber in ihrer düsteren Verzweiflung akzeptierten sie Rehhaile ohne Verwunderung oder MiÃtrauen.

Weil sie fremde Gefühle wahrnehmen konnte, teilte Rehhaile auch die Schmerzen der Seelen, mit denen sie sich verband, und sie versuchte, die Seelenpein zu besänftigen und zu heilen. Für die Menschen von Demornt konnte sie nichts mehr tun. Die Trauer und Verzweiflung hatte aus den Seelen der Ãberlebenden eine verbrannte Einöde gemacht, in der nie wieder Leben gedeihen konnte. Die Menschen von Demornt ignorierten Rehhaile einfach, wie sie alles ignorierten auÃer ihrer Trauer, ihren bitteren Erinnerungen. Und Rehhaile blieb nur bei ihnen, weil sie nicht wuÃte, wohin sie sonst hätte gehen können.

Die seltenen Besuche von Reisenden, die der Zufall durch Sebbei führte, waren wunderbare Geschenke für Rehhaile. Sie tauchte glücklich in die exotischen Farben der fremden Gedanken, badete in einem Universum neuer unvorstellbarer Erfahrungen und Gefühle, auch wenn sie nur zum einfachen Geist eines Kameltreibers gehörten. Oft versuchte sie, einen der Fremden zu überreden, sie mit sich zu nehmen, fort aus dem Totenland Demornt, aber ihr Ruf als Hexe lieà die wenigen Reisenden sich miÃtrauisch von ihr abwenden.

Dann war Kane nach Sebbei gekommen, und sie hatte Gedankenwelten erfahren, die sie sich niemals hatte vorstellen können. Kanes Geist war ein wirbelndes Labyrinth für Rehhaile. Viele seiner Gefühle waren ihr völlig fremd und erschreckten sie durch ihre Fremdartigkeit. Aber sie erkannte die hoffnungslose Sehnsucht nach Frieden, die in ihm brannte â die Schreie nach Ruhe und Vergessen. So ging sie zu ihm und besänftigte seine Agonie mit den Künsten, die nur sie allein kannte, und während der gemeinsamen Wochen und Monate schien es Rehhaile, daà der Schmerz in Kane begann sich langsam zu legen.

Verspielt drehte sie eine Strähne seines roten Haares. »Hai! Was siehst du dort unten im Teich?«

Sein Geist war kalt und weit entfernt. »Ringe im Wasser, Wellenkreise, die wie die Jahre vorüber ziehen. Der Mensch tritt ins Leben, wie der Stein ins Wasser schlägt. Sein Leben sendet Wellenringe aus â kleine Wellen bei einem unbedeutenden Mann, groÃe Wellen bei einem groÃen Mann - , Wellen, die die kleinen Wasserringe durchbrechen, groÃe Wellen, die alles fortwaschen. Aber am Ende ist es immer dasselbe. Denn die Wellen verlieren sich alle im See des Lebens und laufen bald aus, um den See still zurückzulassen für neues Leben oder neue Steine.«

Sie fuhr ihm sanft mit ihren Nägeln über den Nacken. »Ist dir das gerade eingefallen?«

»Nein. Ich habe diesen Vergleich von dem weisen Monpelloni gehört, dessen Schüler ich in Churtannts war.« Rehhaile wuÃte nicht, daà Churtannts schon seit einem Jahrhundert in Schutt und Asche lag. »Nur daà ich selbst nicht in das Bild passe, das er mich lehrte. Anstelle eines kurzen Plätscherns, halte ich mich an der Oberfläche und sende endlose Wellenkreise über den See des Lebens.«

»Ich kann dich sehen. Du zappelst wie eine alte Fledermaus, die in den Teich gefallen ist und mit den Flügeln schlägt.« Sie preÃte ihre Nägel tiefer in sein Fleisch. »Komm zurück zu mir, Kane! Liebst du mich nicht?«

Er drehte sich so heftig zu ihr um, daà sie fast von der Bank rutschte. Seine kalten blauen Augen starrten in ihr blindes Gesicht. Diese Augen â wie sie sie entsetzten mit dem kalten Tod, der in ihnen lauerte! Aber nun fühlte Rehhaile in ihnen eine noch viel schrecklichere Heimsuchung.

»Nein, Rehhaile!« Er sprach mit eindringlicher Langsamkeit. »Kannst du mich nicht begreifen? Dein Leben ist nur ein winziger Wellenschlag in dem groÃen See, und meins ist eine groÃe Welle, die endlos in die Ewigkeit läuft. Deine Welle wird kaum wahrgenommen, während die groÃe Welle sie überspült und fortwäscht.«

Sie zitterte in einer Kälte, die nicht der Wind mit sich brachte.

»Und liebst du mich?« fragte er zurück.

»Nein!« flüsterte sie sanft. »Für dich kann es keine Liebe geben. Ich kann nur Mitleid empfinden und versuchen, das zu besänftigen, was niemals geheilt werden kann.«

»Ich glaube, du beginnst zu verstehen«, antwortete Kane mit einem bitteren Lächeln. Dann lagen sie unter dem bleichen Mond zusammen, und über sie zogen die Geister des toten Demornt, achtlose Geister.

__________________
âUm ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muà man vor allem ein Schaf sein.â
Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von lari el fari: 16.05.2014 17:39.

16.05.2014 17:38 lari el fari ist offline E-Mail an lari el fari senden Homepage von lari el fari Beiträge von lari el fari suchen Nehme lari el fari in deine Freundesliste auf
Prongs01 Prongs01 ist weiblich
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Dabei seit: 18.08.2013



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Ich lese gerade und ich bin total begeistert von dem Buch, muss ich sagen. Schon ab der ersten Seite war ich gefesselt Grinsen

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(\__/)
(O. o)
( ) ( )Das ist Hasi. Kopiere Hasi in deine Signatur und hilf ihm die Welt zu erobern Grinsen

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23.05.2014 21:01 Prongs01 ist offline Beiträge von Prongs01 suchen Nehme Prongs01 in deine Freundesliste auf
Luna_Cilorf Luna_Cilorf ist weiblich
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von Mario Giordano - Habe die ersten beiden gelesen und ehrlich gesagt fand ich, dass das zweite ein nettes Ende abgab, daher war ich sehr überrascht, als schlieÃlich ein dritter Band kam. Ich empfand das schon als Ende und wusste nicht dass es wohl eine Triologie ist. Egal, zum Glück kam im Buch so etwas wie eine Zusammenfassung und ich konnte mich wieder an die Charas und Handlung erinnern. Ich fand die vorigen Bücher schon ganz nett zum Lesen, aber das dritte hat mich bisher echt überrascht. Bin schon gut 200 Seiten weit, habe kein Schimmer was abgeht und ich finds geil. Es ist zurzeit richtig spannend.

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15.06.2014 12:50 Luna_Cilorf ist offline E-Mail an Luna_Cilorf senden Beiträge von Luna_Cilorf suchen Nehme Luna_Cilorf in deine Freundesliste auf
Annaly Annaly ist weiblich
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Nach und von mit unglaublich viel Musik, Schmerzen, Liebe und... Musik (!), lese ich jetzt, ebenfalls auf englisch . Habe noch nicht mal den Trailer vom Film gesehen, aber das Plakat hat mich angesprochen und ich muss doch das Buch lesen, bevor ich den Film schaue! AuÃerdem spielt Shailene Woodley Tris, hehe. [: wurde übrigens auch verfilmt und kommt im Herbst ins Kino, zumindest in Amerika. Weià ja nicht, ob der auch zu uns kommt. Aber der Trailer ist ebenfalls wundervoll. Hach.

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22.06.2014 13:18 Annaly ist offline E-Mail an Annaly senden Beiträge von Annaly suchen Nehme Annaly in deine Freundesliste auf Füge Annaly in deine Kontaktliste ein Skype-Name von Annaly: vorhanden.
Witchcraft Witchcraft ist weiblich
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Ich habe gerade mit dem zweiten Teil der angefangen. Der erste Teil hat ja über 1000 Seiten, aber es war wieder mal das reinste Lesevergnügen. Gegen Ende hin konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich kann von Bernhard Hennens Büchern einfach nicht genug bekommen. Ein Spitzenautor, der spannend erzählen kann, einen super Schreibstil hat und bei dem wirklich alles gut durchdacht und geplant ist, Hand und Fuà hat. Grinsen

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25.06.2014 21:49 Witchcraft ist offline E-Mail an Witchcraft senden Beiträge von Witchcraft suchen Nehme Witchcraft in deine Freundesliste auf Füge Witchcraft in deine Kontaktliste ein
Luna_Cilorf Luna_Cilorf ist weiblich
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Dabei seit: 14.07.2008
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Pottermore-Name: HeartBlade157



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Ich habe letztens versucht mir Bücher von dem verstorbenen Autor Phillip K. Dick zu besorgen, aber das ist schwieriger als gedacht. Zwei Bibliotheken haben nicht mal eins. Dabei hat er so viele Bücher geschrieben. Einige wurden verfimt; wie "Total Recall" und "Minority Report". Das hätte ich mal gerne gelesen und wenn diese Filme aus Büchern von diesem Autor stammen, dann können seine anderen Bücher ja auch nur gut sein. Aber wie gesagt, schwierig ranzukommen.
Nun gut, aber dafür lieh ich mir mal ein Werk von Sebastian Fritzek aus. Das erste von ihm, was ich lese.

von Sebastian Fritzek - Ich finds richtig spannend und ärgere mich, dass ich nicht schon früher Bücher von ihm las. Wenn er nächstes Jahr wieder zur Leipziger Buchmesse kommt, dann hole ich mir ein Autogramm. Ich bin ca. mit 2/3 des Buches durch und mir kam schon relativ früh eine Vermutung wie die Erklärung bzw. der Plot Twist am Ende sein wird. Ich denke, es wird ein ähnlicher wie Stephan Kings "Das geheime Fenster - Der geheime Garten" (wers kennt weià was ich meinen könnte), aber es gibt einige Umstimmigkeiten in meiner Theorie und mal sehen wie die Auflösung ist.

Edit:
Fertig.

Mir hats im Grunde genommen richtig gefallen und konnte das Buch ca. die letzten 50 Seiten nicht mehr aus der Hand legen.

Das nächste ist wieder ein Fitzek Buch:
von Sebastian Fitzek - Bin noch nicht sehr weit, also lass mich überraschen.

Edit 2:
Amok Spiel war zeimlich gut. Fand die Therapie zwar besser, aber heiÃt ja nicht, dass ich das andere schlecht fand.
Und heute zu Ende gelesen:
von Fitzek - Falls ihr auch auf den Geschmack gekommen seid, dann seid gewarnt. Ich staunte nicht schlecht, als eine Verbindung erwähnt wurde von "Die Therapie" und diesem Buch. Tatsächlich wird in etwa der Plot Twist verraten. Also zuerst das eine lesen dann dieses.

Nächstes:
von Fitzek - Fange es morgen an, aber die Inhaltsbeschreibung kling ja schon super.

Hach, ich stehe gerade auf Psychothriller...

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Luna_Cilorf: 06.08.2014 17:54.

16.07.2014 17:02 Luna_Cilorf ist offline E-Mail an Luna_Cilorf senden Beiträge von Luna_Cilorf suchen Nehme Luna_Cilorf in deine Freundesliste auf
hermine888 hermine888 ist weiblich
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Dabei seit: 18.11.2006
Alter: 26
Herkunft: Baden-Württemberg
Pottermore-Name: MahoganyRune157



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Ich lese momentan von auf englisch:

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In Rainbow Rowell's "Fangirl," Cath is a Simon Snow fan. Okay, the whole world is a Simon Snow fan, but for Cath, being a fan is her life--and she's really good at it. She and her twin sister, Wren, ensconced themselves in the Simon Snow series when they were just kids; it's what got them through their mother leaving.
Reading. Rereading. Hanging out in Simon Snow forums, writing Simon Snow fan fiction, dressing up like the characters for every movie premiere.
Cath's sister has mostly grown away from fandom, but Cath can't let go. She doesn't want to.
Now that they're going to college, Wren has told Cath she doesn't want to be roommates. Cath is on her own, completely outside of her comfort zone. She's got a surly roommate with a charming, always-around boyfriend, a fiction-writing professor who thinks fan fiction is the end of the civilized world, a handsome classmate who only wants to talk about words . . . And she can't stop worrying about her dad, who's loving and fragile and has never really been alone.
For Cath, the question is: Can she do this? Can she make it without Wren holding her hand? Is she ready to start living her own life? And does she even want to move on if it means leaving Simon Snow behind?

Ich habe erst 1/4 des Buches gelesen und bin schon hin und weg.
Alle die den Harry Potter Hype miterlebt haben, werden sich in Cath hineinversetzen können.
Rowells' Schreibstil gefällt mir sehr, einfach und humorvoll.

Sehr zu empfehlen ! Top

lg hermine888 Umarmen

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07.08.2014 11:27 hermine888 ist offline E-Mail an hermine888 senden Homepage von hermine888 Beiträge von hermine888 suchen Nehme hermine888 in deine Freundesliste auf MSN Passport-Profil von hermine888 anzeigen
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