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Lord_Slytherin Lord_Slytherin ist männlich
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08.03.2014 20:15 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
Schneehäschen Schneehäschen ist weiblich
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Ja, diesen Teil finde ich auch wirklich gut geschrieben. Es ist â zumindest für mich - verständlich, in einer solchen Situation so zu reagieren. Harry hat gerade â wie Voldemort ja glorreich herausgefunden hat â die Person verloren die ihm am nächsten stand und dann kommt Dumbledore daher und meint er könne ihn verstehen.
Ohne das Hintergrundwissen zu Dumbledores eigener Geschichte ist klar, dass Harry sich verarscht fühlt, wütend und sauer ist und den ruhig dastehenden und klaglos zuschauenden Dumbledore auch leiden sehen/unglücklich machen will.



Das würde ich jetzt nicht wörtlich nehmen, sondern eher im übertragenden Sinne verstehen, als ein auÃenstehendes Zulassen und Zusehen ohne wirklich einzugreifen.
Gegen Harrys Problem mit den Dementoren hat ihm ja hauptsächlich Lupin geholfen. Wirklich verhindern konnte Dumbledore ja nicht, dass Harry Sirius findet â siehe Sirius nächtliche Einbrüche in Hogwarts. Und an Sirius Rettung hat er sich nur aktiv beteiligt indem er den Tipp mit dem Zeitumkehrer gab.
Nichts gegen Dumbledore und seine Fähigkeiten aber, dass er immer versteckt anwesend war, hätte ich dann schon irgendwie âlächerlichâ gefunden.

Mit dem Satz auf Englisch kann ich leider nicht dienen.




Die Schuldfrage ist im Prinzip immer weiter spinnbar bzw. von verschiedenen Ansichten verschieden interpretiert. So ist z.B:
- Sirius schuld, da er wie Dumbledore erwähnt hat ein erwachsener Mensch ist, der sich trotzdem auf Snapes Provokationen einlässt und seine schlechte Kindheit nicht wirklich überwunden/zurücklassen kann bzw. sie nicht verarbeitet hat
- Sirius Familie schuld, die in ihm diese Wut auf alles was mit der Familie Black zu tun hat ausgelöst haben, sodass er zu Kreacher zwangsläufig ein schlechtes Verhältnis haben musste
- Dumbledore schuld, da wenn er Harry früher informiert hätte, die List von Voldemort nicht funktioniert hätte
- Harry schuld, da er nicht wirklich Okklumentik lernen wollte
- Snape schuld, da seine Vorgehensweise Harry Okklumentik beizubringen nicht die beste war und er es auch nicht lassen konnte Sirius zu ärgern
- Bellatrix schuld, da sie ja schlieÃlich Sirius getroffen und er erst dadurch durch den Bogen gefallen ist
- â¦
Es passt hier wohl besser als nirgendwo, wenn man sagt, dass es eine Verkettung unglücklicher Umstände war.


Das ist mir auch aufgefallen: Was hätten sie gemacht, wenn Harry nicht per Kamin nachgeprüft hätte sondern eine Eule geschickt oder persönlich vorbei geschaut hätte? Ich meine Ministerium und Grimmauld-Platz sind beide in London, da wäre ein kurzer Abstecher auch nicht sonderlich in die Zeit gefallen.
Wobei der Kamin halt den Vorteil hat, dass er deutlich schneller ist als eine Eule oder ein Besuch.

AuÃerdem frag ich mich ja immer noch, ob der Raum in dem Seidenschnabel âwohntâ magisch vergröÃert ist. Das Bild eines unter dem Dach zusammengekauerten Hippogreifs lässt mich einfach nicht los. breites Grinsen


Dumbledore sagt, Snape habe den Orden âumgehendâ informiert als Harry nicht aus dem Wald zurückkam. Er müsste dann solange gewartet haben, bis ca. die missglückte Ãbergabe der Kugel stattgefunden hat. Berechnen wir die Zeit, die Harry, Hermine und Umbridge im Wald waren, bis die sechs in London sind, bis sie in die Halle der Prophezeiungen kommen und bis der Orden dann endlich mal kommt vergehen bestimmt 4 Stunden (nur, dass ihrs wisst: ich bin nicht so gut im Schätzen Augenzwinkern )
Selbst wenn ich ihm jetzt mal zugestehe bis zu dem Zeitpunkt gewartet zu haben an dem Harry & Co ins Ministerium kommen (ohne das Snape das natürlich weiÃ) â also die gröÃte Zeitspanne, nämlich der Flug nach London vorbei ist â brauchen die Ordensmitglieder immer noch ziemlich lange bis sie im Ministerium ankommen.
Und Dumbledore sagt ja, dass Tonks, Moody, Lupin, etc. gerade im Grimmauldplatz anwesend waren.



Trelawney spricht darin vom âDunklen Lordâ â irgendwie hatte ich da im Hinterkopf dass nur dessen Unterstützer ihn so anreden. Nachdenken


Das hast du schön gesagt. breites Grinsen Augenzwinkern


Natürlich braucht JKR eine Bedingung, die die Anzahl der Ende Juli Geborenen einschränkt, es hätte ja sonst Hinz und Kunz sein können. Aber dann hätte sie doch mal wenigstens erwähnen können was Lily und James gemacht/nicht gemacht haben um ihm zu widerstehen. Verärgert
(Das ist eines der wenigen Dinge, die mich wirklich ärgern, deshalb darf da auch mal der wütende Smilie hin breites Grinsen )


Edit:
Jetzt vergaà ich doch glatt zu erwähnen, dass das mein Lieblingskapitel ist.
Erstens wird hier eine Menge erklärt - und zugleich neue Fragen aufgeworfen, wie wir in diesem Thread feststellen. Augenzwinkern
Andererseits lernt man hier die menschliche Seite an Dumbledore kennen: Der in der ganzen Zauberwelt zugleich bekannte, hoch angesehen, gefürchtete, weise Mann offenbart Harry und damit auch dem Leser zum ersten Mal überhaupt seine Gefühlswelt und weint.
(Ach, wie hätte ich ihn in diesem Moment knuddeln können. Umarmen Scheinheilig )
Nach dieser Stelle ist es mir einfach unmöglich Dumbledore als kalkulierenden Marionettenspieler zu sehen, der nur darauf bedacht ist Voldemort zu vernichten und dabei keine Rücksicht auf das Wohl und Leben Anderer nimmt.
Natürlich fallen dem Kampf Menschen zum Opfer, aber ich kann, will und werde nicht wahrhaben, dass Dumbledore sich nicht um jeden Einzigen sorgen, trauern und dessen Leid bedauern würde.
Vermutlich würde er diese Gefühle keinem oder wenn dann nur sehr wenigen Menschen offen zeigen, aber ich bin mir sicher, dass es ihn nicht kalt lässt.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Schneehäschen: 16.03.2014 14:36.

09.03.2014 14:40 Schneehäschen ist offline Beiträge von Schneehäschen suchen Nehme Schneehäschen in deine Freundesliste auf
Bernhard Nowak Bernhard Nowak ist männlich
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Die ganze Sache mit der Prophezeiung hat ja noch einen anderen Aspekt. Vielleicht ist dieses Kapitel auch der geeignete Ort, darauf hinzuweisen. Michael Maar hat in seiner aktualisierten Auflage des Buches: "Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte" (aktualis. Aufl. 2005) ja schon darauf verwiesen. Für rund 1000 Seiten passiert im fünften Band: "Harry Potter und der Orden des Phoenix" im Vergleich zu den Vorgängerbänden recht wenig. Der Höhepunkt des Bandes ist sicherlich der Kampf im Ministerium (voriges Kapitel) und die Bekanntgabe der Prophezeiung. Aber gerade der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Prophezeiung ist doch merkwürdig. Sie hätte doch viel besser in das Finale der Bände 3 oder 4 gepasst; in den Zusammenhang mit Trelawneys anderen Prophezeiungen. Warum kommt Harry nicht schon am Ende von Band 4 darauf, Dumbledore zu fragen, warum ihn Voldemort immer wieder verfolgt? Ohne Kampf im Ministerium und Prophezeiung hätte man Band 6 ziemlich direkt an Band 4 anschlieÃen können. Mir will es scheinen, als hätte die Autorin selber gemerkt, dass sie einen Knaller oder Cliff-Hanger bringen muss, um Band 5 nicht zu einem "überflüssigen Band" zu machen. Ein Duell mit Voldemort musste daher ebenso als "Höhepunkt" der Handlung von Band 5 herhalten wie ein neues Element, welches gefunden werden musste. Daher die Prophezeiung. Ihr Wortlaut macht es für mich nicht wahrscheinlicher, dass hier eine sorgfältige Planung der Gesamtreihe vorläge.

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King: You're a monster, Urquhart.
Urquhart:You might very well think that, Sir, but your opinion doesn't count for very much now, does it? Good day, Sir. Grinsen

Ian Richardson in: "House of cards, Teil 2: To play the King"

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bernhard Nowak: 09.03.2014 14:47.

09.03.2014 14:46 Bernhard Nowak ist offline E-Mail an Bernhard Nowak senden Homepage von Bernhard Nowak Beiträge von Bernhard Nowak suchen Nehme Bernhard Nowak in deine Freundesliste auf
Alan Snape Alan Snape ist weiblich
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Erklärt Dumbledore die Prphezeihung in band 6 nicht nochmal genauer?
Dass sie und somit auch der Wortlaut "keiner kann leben während der andere überlebt" nur bedeutend wird, weil Voldemort (und Harry) sich dazu entscheiden gegneinander zu kämpfen? Voldemort, weil er der Prophezeihung zu viel Bedeutung zuschreibt und deshalb nach ihr handelt und Harry, weil er nach der Ermordung seiner Eltern im Prinzip freiwillig nie ruhen wird, bis Voldemort besiegt ist.

Die ganze Sache mit der Prophezeihung empfinde ich als extrem kompliziert, wenn man darüber nachdenkt, vor allem mit den zusätzlichen Informationen aus Band 6... verwirrend. Nachdenken

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09.03.2014 15:57 Alan Snape ist offline E-Mail an Alan Snape senden Beiträge von Alan Snape suchen Nehme Alan Snape in deine Freundesliste auf
DoraThePan DoraThePan ist weiblich
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Bei mir kommt beim Lesen nichts davon an, dass sich Harry verarscht fühlt. Ich sehe es so, dass er so schlimme Gefühle einerseits natürlich wegen des Verlustes und andererseits wegen seiner Schuldgefühle hat, dass er versucht, seine Gefühle zu verdrängen. - Und Dumbledore spricht ihn immer wieder auf seine Gefühle an. macht ihn meiner Meinung nach so extrem wütend. - Aber es sorgt anscheinend auch dafür, dass er vor seinen Gefühlen nicht davonläuft, und dass es ihm eben nicht gelingt, sie zu verdrängen und dadurch seelisch zu versteinern.

Und Dumbledore lässt ja auch zu, dass Harry seiner Verzweiflung ein Ventil verschafft, indem er Dumbledores Besitztümer in der Gegend rumwirft. Und er zwingt ihn, seine Erklärungen anzuhören, die ihn ja nicht völlig, aber doch ein gutes Stück von seinen Schuldgefühlen zu entlasten, indem er ihn nicht aus dem Büro rauslässt. - An der Stelle finde ich am besten den Satz, den ich hier mal in Originalsprache aufschreibe, weil man sowas meines Wissens auf Deutsch nicht richtig übersetzen kann: "By all means continue destroying my possessions,' said Dumbledore serenely, 'I daresay I have too many.'



'I watched from afar as you struggled to repel Dementors, as you found Sirius, learned what he was and rescued him.'

Also nicht deutlich anders als in Deutsch.
Ich würde das so verstehen, dass Dumbledore meistens nicht dabei war, aber ziemlich zeitnah alles immer mitgekriegt hat.



Na ja, zumindestens weià man, warum er gelogen hat, und dass er es absichtlich getan hat. Vielleicht ist es ja mehr zufällig so hingekommen.


Sie spricht ja nicht wie normal, sondern sie hat grad eine Vision. Vielleicht redet sie deswegen so.



Wirklich? Mich interessiert das nicht besonders. AuÃer man würde überhaupt viel mehr von der Zeit damals erfahren.



So würde ich ihn auch auf keinen Fall sehen.
Er macht immer ein groÃes Geheimnis aus allen Dingen und hält viele Informationen zurück, so dass er immer der einzige ist, der einen Ãberblick hat. Das wird schon damit zusammenhängen, dass er die Leute steuern will bzw. sich für den einzigen hält, der mit der Wahrheit richtig umgehen kann. Sowas in der Richtung hat er ja auch gerade in diesem Kapitel Harry offenbart. - Ich finde nicht, dass das im Widerspruch dazu steht, dass er für andere Menschen Gefühle empfindet. Allerdings scheint er zu unterscheiden - es sind ihm nicht alle Menschen so wichtig wie z. B. Harry. Das hat er ja auch in dem Gespräch deutlich gesagt. Es kommt allerdings auch zum Ausdruck, dass er an sich eigentlich den Anspruch hätte, alle Menschen als gleich wichtig zu behandeln.
09.03.2014 20:42 DoraThePan ist offline E-Mail an DoraThePan senden Beiträge von DoraThePan suchen Nehme DoraThePan in deine Freundesliste auf
Schneehäschen Schneehäschen ist weiblich
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Bei mir kommt beim Lesen nichts davon an, dass sich Harry verarscht fühlt. Ich sehe es so, dass er so schlimme Gefühle einerseits natürlich wegen des Verlustes und andererseits wegen seiner Schuldgefühle hat, dass er versucht, seine Gefühle zu verdrängen. - Und Dumbledore spricht ihn immer wieder auf seine Gefühle an. Das macht ihn meiner Meinung nach so extrem wütend. - Aber es sorgt anscheinend auch dafür, dass er vor seinen Gefühlen nicht davonläuft, und dass es ihm eben nicht gelingt, sie zu verdrängen und dadurch seelisch zu versteinern.

Und Dumbledore lässt ja auch zu, dass Harry seiner Verzweiflung ein Ventil verschafft, indem er Dumbledores Besitztümer in der Gegend rumwirft. Und er zwingt ihn, seine Erklärungen anzuhören, die ihn ja nicht völlig, aber doch ein gutes Stück von seinen Schuldgefühlen zu entlasten, indem er ihn nicht aus dem Büro rauslässt. - An der Stelle finde ich am besten den Satz, den ich hier mal in Originalsprache aufschreibe, weil man sowas meines Wissens auf Deutsch nicht richtig übersetzen kann: "By all means continue destroying my possessions,' said Dumbledore serenely, 'I daresay I have too many.'[/QUOTE]
Da hab ich mich vielleicht etwas radikal ausgedrückt, aber im Prinzip meine ich genau das was du schreibst.
Harry will seine Wut nicht rauslassen - im Nachhinein tut es ihm natürlich gut - und sie lieber in sich hineinfressen.
Er fühlt sich ja für Sirius Tod (mit)schuldig. Und wenn man eben denkt/weiÃ, dass man Mist gebaut und Fehler gemacht hat, dann will man seine Wut ja irgendwo rauslassen. Am besten funktioniert dies wenn man jemand ungerechtfertigt anschreit, dieser dann zurückschreit oder einen mit den eigenen Vorwürfen nochmals konfrontiert. Das schlechte Gefühl das man ohnehin schon hat, wird verstärkt und man fühlt sich noch schlechter, also genau so wie man es nach den eigenen Fehlern nach seinem Gefühl "verdient" hat. Und Dumbledore tut das ja eben nicht, sondern schaut "seelenruhig" zu.
Insofern ist das eben nicht die Reaktion die Harry erwartet hat, weshalb er sich "verarscht" - diesmal in Anführungszeichen Augenzwinkern - oder blöd fühlt bzw. u.a. auch deshalb auf Dumbledore sauer ist.




Sie spricht ja nicht wie normal, sondern sie hat grad eine Vision. Vielleicht redet sie deswegen so.[/QUOTE]
Stimmt, das könnte sein.




Wirklich? Mich interessiert das nicht besonders. AuÃer man würde überhaupt viel mehr von der Zeit damals erfahren.[/QUOTE]
Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Meinungen sein können. Augenzwinkern




So würde ich ihn auch auf keinen Fall sehen.Er macht immer ein groÃes Geheimnis aus allen Dingen und hält viele Informationen zurück, so dass er immer der einzige ist, der einen Ãberblick hat. Das wird schon damit zusammenhängen, dass er die Leute steuern will bzw. sich für den einzigen hält, der mit der Wahrheit richtig umgehen kann. Sowas in der Richtung hat er ja auch gerade in diesem Kapitel Harry offenbart. - Ich finde nicht, dass das im Widerspruch dazu steht, dass er für andere Menschen Gefühle empfindet. Allerdings scheint er zu unterscheiden - es sind ihm nicht alle Menschen so wichtig wie z. B. Harry. Das hat er ja auch in dem Gespräch deutlich gesagt. Es kommt allerdings auch zum Ausdruck, dass er an sich eigentlich den Anspruch hätte, alle Menschen als gleich wichtig zu behandeln. [/QUOTE]
Damit hab ich jetzt mehr so auf die Threads angespielt in denen Dumbledore eben als "kalt" bzw. "kalkulierend" diskutiert wurde (ich weià grad nicht wo eines steht).
Und ansonsten meine ich ja eben auch, dass er zwar plant und bei der ganzen Sache auch das Zepter in der Hand hält, aber es ihm eben egal ist, wie es Harry, etc. geht. Er somit wie jeder normale Mensch (Voldemort mal ausgeschlossen Augenzwinkern ) fühlt.

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10.03.2014 13:48 Schneehäschen ist offline Beiträge von Schneehäschen suchen Nehme Schneehäschen in deine Freundesliste auf
Du Ankou Du Ankou ist weiblich
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Ein Kapitel, in dem AD zwei Fehler zugibt, die er begangen hat - den einen speziell für dieses Buch, der andere übergeordnet.
Um den zweiten begangenen Fehler redet er solange um den heiÃen Brei herum, gibt einen Ãberblick zu den vergangenen Jahren, bis fast untergeht, worin AD diesen Fehler eigentlich sieht:
Er hat begonnen, sich zu sehr um Harry zu sorgen und darüber vergessen, dass das zu unschuldigen Opfern führen kann.
Ich denke auch, dass das noch nicht die ganze Wahrheit war, aber als Anfang doch eine bittere Pille.
Die Quintessenz daraus - dieser Fehler hat verhindert, dass AD alles, was er hier erzählt, nicht schon auf die Frage nach der Narbe aus Buch 1 herausgelassen hat.

Eigentlich ein hammerhartes Kapitel - beginnt schon als AD erklärt, dass ihm durchaus bewuÃt war, als er bonbonlutschend Harry zu der Milch vor der Haustüre der Dursleys legt, dass er ihn damit zu 10 dunklen Jahren verurteilt.

Und trotz aller Ankündigung ihm alles zu sagen - auch hier verweigert AD Harry die Antwort auf seine Frage, ob AD denken würde, dass Sirius den Tod verdient hätte.

Verblüffend kam, dass Ron doch Recht hatte - der Okklumentikunterricht sollte Harrys Geist für Voldemort öffnen - neu war, dass das die Anweisung von AD war (Doch, steht auch in Englisch dort).

Wir bekommen den Kreacher-Bogen, über den aber eher AD erklärt wird - wie LV ist auch er in der Lage, Lüge zu erkennen und ist sich auch nicht zu fein, Blockaden "unfein" zu durchbrechen.
Was nun genau Kreacher verbergen wollte, wird nie richtig thematisiert - jedenfalls war es nicht die offizielle Anweisung, wohin alle verschwunden sind - das erzählt Kreacher gleich.
Was kam da Wichtiges, dass AD sein Eintreffen im Ministerium aufschiebt?
Und woher kam er? Und wuÃte nur Snape, dass seine Rückkehr bevorstand oder war das allen Mitgliedern klar?

Nach AD benutzte Snape wirklich eine Methode, die der Orden verwendet.

Die Frage nach der Beschriftung der Sphären wird auch geklärt - das macht der unbekannte "Hüter der Halle der Prophezeiungen".
Kommt mit der Anmerkung, dass die aktuelle Beschriftung bei unserer Prophezeiung erst nach dem Angriff in der Art drauf kam - zuvor war zumindest noch Neville als Möglichkeit darauf zu finden.

JKR benutzt auch wieder die "Aufsteigmethode" bei der Trelawney-Erinnerung - was den "Lauscher" noch zusätzlich, neben dem fehlenden Interesse von Harry, bis Ende Buch 6 geheim hält.
Ãberhaupt die Nacht der Prophezeiung:
Läd eine Bewerberin ein, obwohl er den Posten nicht weiter vergeben will - wer hatte den Job vor Trelawney?
Und da kam auch die Frage auf - warum muss das in einer Kneipe stattfinden?
Hat er Probleme, das Gespräch im Schloss, in seinem Büro zu führen?
Das gönnt er sogar Tom, da bleiben nur die TEs bei Bruder und Ordensmitglied Aberforth zurück.
Harry hätte fragen sollen, ob es dafür einen Grund gab - auÃer dass nur so der "Lauscher" zum Zug kommen, bzw. so der junge Snape zu AD geführt werden konnte.

Ist noch nicht das Ende der Liste - aber mal das was bei mir "brennt".

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11.03.2014 11:50 Du Ankou ist offline E-Mail an Du Ankou senden Beiträge von Du Ankou suchen Nehme Du Ankou in deine Freundesliste auf
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11.03.2014 12:12 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
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Zu Frage 2:
AD:
Ich habe bereits gesagt, dass es ein Fehler von mir war, dich nicht selbst zu unterrichten, obwohl ich damals sicher war, dass nichts hätte gefährlicher sein können, als deinen Geist in meiner Anwesenheit noch weiter für Voldemort zu öffnen...

Zu Nr.1
Unbenommen, nur gibt AD keine Antwort, oder besser - läÃt JKR ihn so formulieren.
Was nun jeder von der Verweigerung der positiven/negativen Antwort hält oder dort hineinlesen will, ist somit offen.
Persönlich sehe ich keinen Grund, wieso JKR das nicht eindeutig machen sollte, auÃer dass sie weiÃ, dass die Antwort Harry wehtun würde.
Nehme ich noch dazu, dass AD zuvor den gröÃten Teil der Schuld an seinem Tod übernommen hat, käme eine andere Antwort als "Natürlich nicht..." auch nicht sonderlich gut an - aber AD wollte ja Harry nicht belügen, hat sich aber das Recht nicht zu antworten immer herausgenommen.

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11.03.2014 12:27 Du Ankou ist offline E-Mail an Du Ankou senden Beiträge von Du Ankou suchen Nehme Du Ankou in deine Freundesliste auf
DoraThePan DoraThePan ist weiblich
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Ich glaube, diesen Satz verstehst du zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen. - Es war eine Tatsache, dass Harrys Geist sich immer weiter für Voldemort öffnete. Deswegen hatte er doch Okklumentik-Unterricht bekommen. Nur, bevor er die Okklumentik nicht beherrschte, wollte sich Albus Dumbledore von Harry fernhalten, damit dies nicht in seiner Gegenwart geschehen würde.


Dumbledore sagt auf Harrys Frage: 'Das habe ich nicht gesagt, und du wirst es mich niemals sagen hören'. Dann folgt eine Erklärung, die man nicht anders verstehen kann als dass Dumbledore Sirius Einstellung zu Kreacher entschuldigt. -

Dumbledore hatte vorher gesagt, dass die Zauberer als Ganzes jetzt die Quittung dafür bekommen, dass sie ihre Mit-Magischen-Wesen immer so schlecht behandelt haben. Was Sirius jetzt verdient oder nicht verdient, also ich glaube kaum, dass Dumbledore dazu eine feste Meinung hatte. Das kann man so oder so sehen, und nochmal anders, je nachdem, wie man anfängt zu überlegen. Deswegen antwortet er so ausweichend. Diese Frage kann man nicht beantworten. Solche Fragen beantwortet man sich nur, wenn man extrem wütend auf jemanden oder wütend auf das Schicksal ist wenn man ziemlich jung ist.

Was das Treffen mit Trelawny im Hogs Head betrifft, so finde ich es ziemlich logisch, jemanden nicht in die Schule einzubestellen, wenn man gar nicht vorhat, die betreffende Person zu beschäftigen. So hat die Person weniger Aufwand, und der Höflichkeit ist Genüge getan worden, indem Dumbledore sich zu ihr hinbemüht.

PS: Ich finde, mit den Abkürzungen kann man es auch übertreiben. Teilweise muss ich ziemlich lange nachdenken, bis ich weiÃ, was vermutlich gemeint ist.

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11.03.2014 15:59 DoraThePan ist offline E-Mail an DoraThePan senden Beiträge von DoraThePan suchen Nehme DoraThePan in deine Freundesliste auf
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11.03.2014 18:44 Lord_Slytherin ist offline E-Mail an Lord_Slytherin senden Homepage von Lord_Slytherin Beiträge von Lord_Slytherin suchen Nehme Lord_Slytherin in deine Freundesliste auf
Nise Nise ist weiblich
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Also, Band 6 und die erneute Unterhaltung von Dumbledore und Harry einbezogen hab ich es so verstanden -
(Ich hoffe ich kann halbwegs verständlich erklären wie ich das meine)

Voldemort ist besessen davon Harry zu töten. Er könnte kein wirkliches Leben führen, nichtmal für seine Verhältnisse, wähend er weià dass Harry noch igendwo rumwuselt. Und es ist für ihn von groÃer Bedeutung es selbst zu tun.
Harry könnte kein wirkliches Leben führen führen, solange Voldemort noch irgendwo da ist. Vielleicht könnte er sich verstecken, immer im Aufbruch in Angst gefunden zu werden. Dazu immer im Hinterkopf was Voldemort so schon alles getan hat und dem Wunsch ihm "selbst" ein Ende zu bereiten.

Also- Beide könnten weiterhin nebeneinander überleben, aber eben nicht "leben" solange der andere überlebt/irgendwo rumwuselt.
11.03.2014 23:03 Nise ist offline E-Mail an Nise senden Beiträge von Nise suchen Nehme Nise in deine Freundesliste auf
Du Ankou Du Ankou ist weiblich
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Habe ich einen wunden Punkt erwischt - Entschuldigung.
Nur eine Korrektur - was ich meine, habe ich nicht gesagt, nur festgestellt, dass ich nicht weiÃ, was JkR meint.
Mich verblüfft hier, dass sie bei einer normalen Frage, die ohne Probleme mit "Nein" - was jeder erwartet - oder 'Ja" - was als leise Möglichkeit besteht - zur Antwort gibt: "Ich sage es euch nicht und ihr werden das auch nie aus dem Mund von AD hören."
Alles auch so, da ich mir vorgenommen habe, weniger Theorien zu bringen oder glauben zu wissen, was die Autorin meint - danke für den Hinweis, dass die Tendenz dazu besteht.

Aber zum Teil beruhigt mich die scharfe Reaktion, ich bin wie es aussieht nicht die einzige, der das auffiel und unruhig wurde.

Besonders da JKR - was vielleicht nach einige wissen - kurz nach dem Buch Sirius als "tickende Zeitbombe" charakterisiert hat.
Und im Abschnitt davor - das was den Ausbruch von Harry erst provoziert - ein Teil der Schuld der Gleichgültigkeit von Sirius untergejubelt wird, die AD als fataler einschatzt als nun z.B. die offene Abneigung eines Snapes.
Wichtig ist doch die Aussage, in der Harry einen Angriff auf Sirius sieht und darauf dann diese Frage kommt.

Bei der Prophezeiung - in Englisch, nicht in Deutsch - ist zumindest der erste Teil, der den LV bekommt, von der Grammatik her, den Regeln der Zeitfolge bei Partizipialkonstruktionen, eindeutig - hier muss ich meine alte Aussage, dass es nicht ersichtlich ist, ob der Eine "geboren" wird, wurde oder sollte, korrigieren - es ist doch eindeutig.

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12.03.2014 11:15 Du Ankou ist offline E-Mail an Du Ankou senden Beiträge von Du Ankou suchen Nehme Du Ankou in deine Freundesliste auf
Saphir Saphir ist weiblich
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Hi!

Ich finde in diesem Kapitel Harrys Wut, Trauer und Ohnmachtsgefühl sehr gut beschrieben. Das ist wirklich eine bewundernswerte Leistung die Gefühle der Charaktere so lebendig erscheinen zu lassen, so greifbar, dass man den Eindruck hat selbst in Harrys Körper zu stecken. Einfach toll!

Was ich jedoch nicht so ganz nachvollziehen kann, das Dumbledore Harry unbedingt zu den Dursley geben musste, obwohl er wusste das es für Harry dort ein Albtraum werden würde, weil ihn Voldemort wo anders finden würde. Wie sollte Voldemort das denn hinbekommen? Ich meine, wenn man Harry in die Obhut anderer, liebevollen und fürsorglichen, Muggel Eltern geben würde und Harry einen neuen Zweitnamen verpassen würde mit dem man ihn ruft, wie in aller Welt sollte Voldemort Harry dann finden? Hat er eine Art GPS der Harry orten kann, oder was?

Und nur aus Gründen des magischen Blutschutzes, der bei den Verwandten verstärkt wird, Harry zu 10 langen Jahren Leid zu verurteilen erscheint mir recht unverantwortlich und als Punkt sehr zweifelhaft.

HeiÃt es nicht, lieber ein kurzes, aber zufriedenes und glückliche Leben, als ein langes und Qualvolles? Also für mich ist das so. Zudem halte ich das Risiko, das Voldemort Harry unter den ca. 60 Millionen Muggel findet, durchaus gering.

Bei Dumbledores Antwort ââ auf Harrys Aussage â(Petunia) â sehe ich den Sinn nicht wirklich? Als würde Petunias Aufnahme ihre schlechte Behandlung Harry gegenüber mildern. Abgesehen davon hat Petunia Harry nur aufgenommen, weil Dumbledore ihr unterschwellig gedroht hatte und nicht aus ihrem eigenen Willen.

ââ

Irgendwie hat mich diese Aussage leicht an Dumbledores Intelligenz (Menschenkenntnis) zweifeln lassen. Sirius war alt, ja, und vielleicht auch überwiegend klug, aber eben doch ein Mensch mit Gefühlen und Menschen lassen sich sehr wohl provozieren und verletzen, vor alldem dann, wenn es Personen betrifft, die eine unschöne, von Hass erfüllte, Vergangenheit verbindet.

Irgendwie habe ich in dem Kapitel immer wieder das Gefühl, dass Dumbledore Snape verteidigt und Gründe vorbringt, warum Snape dieses und jenes tut, so dass man den Eindruck bekommt das Sirius schlimmer als Snape ist.


Ja, so versteh ich das auch.

ââ ist eher symbolisch gemeint und nicht wörtlich.

Wobei mir die Sache, dass Harry Voldemort selbst töten muss, nicht so gefällt. Das hat etwas von Rache (Voldemort hat ja Harrys Eltern ermordet) und das es gut ist diese auszuleben und seinem Hass nachzugeben. Und das so jemand wie Dumbledore das noch unterstützt. Nicht gerade eine Botschaft die gesund und vorbildlich ist.

GruÃ

Saphir

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12.03.2014 13:34 Saphir ist offline E-Mail an Saphir senden Beiträge von Saphir suchen Nehme Saphir in deine Freundesliste auf
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Diese Prophezeihung ist schon ein merkwürdig' Ding.

Als ich die Buchreihe das erste Mal gelesen habe, hat sich meine Sicht auf die Prophezeihung von HP5 auf HP6 gewandelt: In HP5 habe ich sie als gegeben angesehen, also als etwas, was genau so sicher eintreten wird - so habe ich das Potterversum aufgefaÃt. Doch in HP6 sagt Dumbledore, daà bei weitem nicht alle Prophezeihungen eingetreten seien und diese spezielle von den Akteuren abhängig sei. Demnach sind Prophezeihungen relativ.

Was ist nun die Natur von "echten" Prophezeihungen im Potterversum?

Aus der realen Welt wissen wir, daà sich eine gute Prophezeihung aus zwei Elementen zusammensetzt, nämlich:
1. eine technische Wahrscheinlichkeit, daà sie eintritt
2. eine selbsterfüllende Komponente.

Man denke nur an das Beispiel, in dem prophezeiht wird, ein soeben geborenes Kind werde im Wasser sterben. Aus Angst, die Prophezeihung werde eintreten, halten die Eltern das Kind vor gröÃeren Wasseransammlungen fern, so daà es auch nicht Schwimmen lernt. Eines Tages fällt diese Person dann doch ins Wasser und ertrinkt, weil sie nicht schwimmen kann. Die Prophezeihung hat sich erfüllt. Das hat mit den beiden Komponenten zu tun, denn es gibt eine gewisse technische Wahrscheinlichkeit, im Wasser zu sterben, und die selbsterfüllende Komponente ist nur allzu offensichtlich.

So scheint es auch mit der Prophezeihung zu laufen, die Harry und Voldemort betrifft, wobei die selbsterfüllende Komponente besonders hoch ist. Man stelle sich nur vor, Voldemort hätte sie nicht ernstgenommen - ohne Angriff auf Harry keine vorübergehende Selbstentleibung, er hätte seine Herrschaft ungehindert fortsetzen können. Nun hat er aber Harry angegriffen und ihn erstmal zum Vollwaisen gemacht, wodurch es völlig ausgeschlossen ist, daà Harry etwas anderes als sein Gegner werden konnte.

Die Bestimmung, daà der eine den anderen töten muÃ, ist auch in diesem Sinn zu verstehen. Harry ist ja nicht begeistert von dem Gedanken, Voldemort zu töten. So sehr haÃt er ihn nicht, daà von dem Wunsch beseelt ist, ihn um die Ecke zu bringen. Im Gegenteil, ihn schreckt der Gedanke genauso ab wie der Gedanke, selbst getötet zu werden. Wenn es nach ihm ginge, würde es absolut ausreichen, Voldemort zu entmachten und gefangen zu setzen.

Die Todeskomponente ist aber deshalb so aktuell, weil Voldemort sie ernstnimmt und nach seinen Pleiten in Godric's Hollow und auf dem Friedhof schon seinen Todessern gegenüber gezwungen ist, Harry zu töten. Dadurch wird die Sache in jedem Fall ein Kampf auf Leben und Tod. Im Grunde ist es immer nur Voldemort, der die Prophezeihung mit Leben erfüllt:
- durch seinen miÃlungenen Angriff kennzeichnet er seinen Gegner selbst
- eben dadurch und seine spätere Obsession begründet er die Todfeinschaft
- in HP7 geht der tödliche Zauber von Voldemort aus und nicht von Harry

Dennoch scheint es eine transzendente Ebene zu geben, die sozusagen übergeordnet dafür sorgt, daà eine Prophezeihung nicht einfach eine gute Prognose ist, sondern Schicksale tatsächlich offenbart:
- Trelawney ist bei den beiden echten Prophezeihungen tatsächlich in einem Trancezustand
- die erste Prophezeihung vom Winter 79/80 tritt voll ein, der Startzeitpunkt ist präzise vorhergesagt
- die zweite Prophezeihung vom Sommer 1994 tritt ebenfalls voll ein, wieder ist der Startzeitpunkt präzise vorhergesagt
- eine dritte Prophezeihung gibt es in HP6, als Trelawney in den Karten den vom Blitz getroffenen Turm sieht

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