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Geschrieben von Albus Dumbledore am 10.09.2013 um 01:32:

  Was ist bloß mit der Fantasy passiert?

Hallo zusammen,

ich habe neulich beim Relaxen und Musikhören eine kleine, nostalgische Phase gehabt und dabei ist mir erst richtig klar geworden, dass das Ende der HP-Reihe nun schon 6 (!) Jahre zurückliegt (absoluter Wahnsinn in meinen Augen, es kommt mir nicht einmal annähernd so lang vor). Ich hab mir dann allgemein diese Zeit noch einmal in Erinnerung gerufen und wurde etwas wehmütig. Das habe ich öfter mal, diese kleinen "Damals war alles so schön"-Phasen und bisher dachte ich, es liegt daran, dass es einfach meine Teenager-Zeit war, und dass man diese immer so betrachtet. Ich werde sogar richtiggehend traurig, wenn ich in dieses Forum komme, damals war hier so viel los, und heute werden nur noch ein paar Beiträge pro Tag geschrieben (ist ja auch normal nach dem Ende von HP, und ich selbst schreibe ja auch kaum noch, aber trotzdem fehlt es mir manchmal)

Dann ist mir aber klar geworden, dass das gar keine Nostalgie ist, sondern durchaus begründet. Denn mir fehlt nicht nur Harry Potter. Wenn ich mir jetzt vorstelle, wie ich 2005/06 in meinen kleinen Stamm-Buchladen gehe und dort gab es Bücher wie den Halbblutprinzen, Eragon, Bartimäus, die Tintenwelt-Romane, die Wächter-Romane, Herr der Ringe, Narnia usw. (die beiden letzteren sind ja alt, aber durch die Filme zu dieser Zeit nochmal auf den Markt geschwemmt worden). Ich habe diese Zeit geliebt! Ich finde, heute ist der Fantasy-Markt im Vergleich zu damals doch sehr dünn geworden. Gut, es gab Twilight und die Tribute von Panem, aber besonders ersteres lässt sich ja nicht mal annähernd mit dem oben genannten Werken vergleichen.

Ich finde das total schade, wenn man bedenkt, wie wir uns alle in dieser Zeit für Fantasy begeistern konnten. Kann es sein, dass der Fantasy-Markt sozusagen eine kleine Marktlücke geworden ist? Geht euch das auch so, dass ihr diese "Magie" der fremden Welten vermisst, oder bin ich einfach nur älter geworden und habe bloß einen nostalgischen Moment?

Wie sehr ihr das?



Geschrieben von LittleShadow am 10.09.2013 um 11:10:

 

Ja, ich vermisse diese "Magie" der fremden Welten auf jeden Fall auch. Ich bin zwar noch jünger und habe erst mit Harry Potter angefangen, als die Reihe schon beendet war - aber Harry Potter, die Tintenwelt-Romane, Der Herr der Ringe und all das gehören zu meinen Lieblingsbüchern.

Ich liebe Fantasy und finde auch, dass der Fantasy-Markt heute einfach nichts Vergleichbares zu bieten hat, was schade ist. Ich meine, gerade bei Fantasy kann man einfach mal aussteigen aus dem grauen Alltag und in neue und unbekannte Welten eintauchen - es ist einfach etwas total anderes, eine wunderschöne Abwechslung, wenn du verstehst, was ich meine.

Damals gab es eben so viele dieser Bücher und ich fand das toll. Wie gesagt, den großen Harry-Potter-Hype hab ich leider verpasst, aber wenn ich daran denke, wie wir damals noch in der Grundschule begeistert über Tintenherz und Narnia diskutiert haben ... doch, da fehlt mir schon etwas. Das gibt es heute so einfach nicht mehr. Gut, vielleicht noch bei Panem, aber Twililght find ich dann schon wieder blöd.

Da kann ich mich nur damit trösten, dass ich HP und Herr der Ringe daheim im Regal stehen habe und immer noch in diesen wundervollen Welten versinken kann. Trotzdem wäre es schön, wenn mal wieder etwas Vergeichbares auf den Markt kommen würde, damit man mal wieder etwas Neues zu lesen hat.



Geschrieben von Laticia am 10.09.2013 um 13:46:

 

Es tritt folgendes Phänomen auf - die starke Fantasywelle der 2000er Jahre hat viele Nachahmer gefunden. Fantasy wird verstärkt mit Science-Fiction vermischt, Urban Fantasy hat sich als eigene Version aufgetan, und der ganz große Renner ist wohl das Geschäft mit Vampirgeschichten (was mir ja leider nicht so zusagt). Im Gegensatz zu den genannten Exemplaren findet sich immer mehr verwaschenes Zeug, das im Grunde meist belanglose Liebeständeleien mit irgendeinem magischen Wesen beschreibt, und das noch dazu in der normalen Welt angesiedelt wird. Das wirklich Tragische daran ist nicht die Liebesgeschichte, sondern dass ein ein Dämon plötzlich ein netter Typ mit ein paar Zaubertricks ist, ein Vampir im Grunde nur ein unsterblicher Rennläufer und ein Zwerg einfach nur klein. Und vielleicht noch einen Bart hat. Dafür braucht man nicht sonderlich Fantasie, um daraus eine Geschichte zu spinnen, weil man sich nur an ein paar der gängigen Mythen zu halten hat - und selbst die werden immer mehr zerpflückt.

Jedoch gibt es die Fantasy nach wie vor - man muss sich nur im Gegensatz zu früher durch einen Berg an "So-called" durchwühlen um sie zu finden.

Ich persönlich kann jedem empfehlen:

.) Terry Goodkind - Das Schwert der Wahrheit (11 Bände) (Vorsicht, teilweise keine leichte Kost!)

.) Suzanne Collins - Die Tribute von Panem (3 Bände)

.) Anonymus - Das Buch ohne Namen (und die inzwischen 3 Fortsetzungen) (kein Kinderbuch!!)

.) Mary Hoffman - Stravaganza (es gibt inzwischen 5 Bände, für mich bleibt es jedoch eine Trilogie...)



Geschrieben von lari el fari am 10.09.2013 um 14:34:

 


Applaus


Vor kurzem bekam ich drei E-Books geschenkt, komme aber seit Wochen aus Gründen die hier nicht hingehören, nicht ernsthaft zum lesen von Büchern oder auch FFs, bin einigen Autoren seit gefühlten Ewigkeiten versprochene Reviews schuldig. Unglücklich

Kurz angelesen habe ich das erste Buch, nach den wenigen gelesenen Seiten kann ich nur sagen "Klasse". Aber Lord_Slytherin ist da schon ein Stück weiter, hat einen Thread eröffnet:




Geschrieben von Lord_Slytherin am 10.09.2013 um 15:52:

 




Geschrieben von Patronus am 10.09.2013 um 17:20:

 

Generell würde ich jetzt auch nicht von einem Niedergang sprechen, leider aber von einer Überschwemmung mit niedrig-qualitativen Büchern, die nicht nur schlecht geschrieben sind, sondern meistens auch noch sehr Öde Storys haben. Vielleicht liegt das ja auch zum Teil daran, dass die Verlage gar nicht mehr so sehr nach guten neuen Autoren schauen, sondern vielfach einfach gucken was im Ausland beliebt ist und das dann übersetzen lassen - ohne sich das Buch vorher angesehen zu haben. Wenn ich mir ansehe wie viele von diesen teilweise grausigen Büchern Übersetzungen sind, dann fällt mir dazu auch nichts mehr ein...
Trotzdem gibt es aber immer noch gute neue Bücher, man muss nur mehr suchen als früher.



Die Wächter-Romane sind aber auch noch nicht vorbei, letztes Jahr zum Beispiel kam "Wächter des Morgen" raus (ist verdammt gut).



Geschrieben von Jenny4407 am 10.09.2013 um 17:47:

 

Es gibt gute Fatasy Bücher ich lese zur zeit die Game of Thrones reihe und die Serie dazu ist auch super.

Dann die Sookie Steckhouse Reihe ich kenne da nur die Serie aber die bücher sollen auch genial sein.

Und die Schwert der Warheit Reihe habe ich bis jetzt auch noch nicht gelesen.

Das problem ist das zur zeit keine guten Fatasy Filme im kino laufen die ein hype verusachen könnten.



Geschrieben von Schneehäschen am 10.09.2013 um 17:58:

 

Eine interessante Frage, die ich mir auch schon öfters gestellt habe.

Ich denke das liegt daran, dass der Markt irgendwie gesättigt ist. Für Fantasy-Romane werden ja teilweise mehr oder weniger Mythen-/Sagen-/Märchenwesen in die Handlung mit eingebaut, da wir uns mit Menschen bzw. menschenähnlichen Wesen viel mehr identifizieren als mit Tieren (Warrior Cats betrachte ich jetzt mal als Ausnahme). Im Brainstorming bin ich zwar schlecht, versuch aber mal trotzdem ein paar aufzuzählen: Hexen/Zauberer, Vampire, Werwölfe, Elfen/Elben, Dämonen, Meerjungfrauen, usw. Des Weiteren zähle ich jetzt auch mal sämtliche griechische, römische, nordische Sagengestalten dazu.
Und wenn man die sich so anschaut, denn sind sie eben schon mehr und weniger stark in Romane aufgegriffen worden – ich lese nur sehr wenige Fantasybücher, deshalb hab ich mal nach den bekanntesten Sachen gegoogelt, also nicht böse sein, wenn ich was Falsches geschrieben habe:
Hexen/Zauberer -> HP
Vampire -> Biss… und weiterer Abklatsch davon
Elfen/Elben -> Herr der Ringe
Griech. Sagen -> Göttlich…, Percy Jackson
…
Gut, dann gibt es noch Bücher die in der Zukunft spielen (Tribute von Panem,…) oder Cornelia Funkes tolle Idee einer beeinflussbaren Buch-Welt.
Angesichts dieser Anzahl von bekannten Romanen/Handlungen wird es finde ich schwer einen Fantasyroman zu schreiben, der gleichzeitig etwas Neues präsentiert, sich dadurch von ähnlichen Romanen abgrenzt und es dann noch schafft (viele) Menschen dafür zu begeistern.
Insofern, eigentlich kein Wunder, dass immer mehr so „Süßes-Mädchen-verknallt-sich-in-sexy-Vampir“-Bücher (tolle Bezeichnung Lord_Slytherin Top ) auftauchen und die gefühlte tausendste Fortsetzung von irgendeiner Serie erscheint.
Und da die meisten Romane von einem Hauptcharakter, dessen (bösen) Gegenspieler und vielen helfenden Händen, die zum Ende hin - nach einer langen Reise oder Suche nach einem wichtigen Gegenstand – alles zum Guten wenden besteht, bleibt nicht viel Variation übrig.
Außnahmen bestätigen natürlich die Regel und heben sich für mich dann umso positiver hervor. Grinsen


Auf jeden Fall will ich sagen:
Es wurden einfach schon viele Fantasy-Themenfelder in guten Romanen verarbeitet. Da ist etwas Neues zu erfinden - das viele Menschen begeistert - alles andere als einfach, für einen unbekannten Autor sowieso beinahe unmöglich.
Das meiste Geld lässt sich deshalb mit „Süßes-Mädchen-verknallt-sich-in-sexy-Vampir“-Büchern und anderen ähnlich gestrickten Storys verdienen.
Und diese finden sich dann eben auch in großer Vielzahl in den Buchhandlungen wieder.



Geschrieben von Jenny4407 am 10.09.2013 um 18:32:

 

Schneehäschen dann solltes du die Game of Thrones Reihe versuchen die im deutschen das lied von eis und feuer heißt. Da gibt es kein Mädchen die sich in ein sexy vampier erknallt. Die story der reihe ist was völlig neues und sprudeln nur von ideen. Da hat sich der Autor sich mühe gegeben.



Geschrieben von LuvsSnape am 10.09.2013 um 19:54:

 

Ich persönlich vermisse auch das Fantasyhafte und Märchenhafte an der Fantasy. Panem ist bestimmt gut, aber es reitzt mich gar nicht. Und diese ganzen Vampirgeschichten auch nicht.

Das Lied von Eis und Feuer ist eine großartige Reihe, aber ich fühl da gar nichts. Und ich lese ja für die Emotionen und die Atmosphäre. Lesen verbind ich mit Gemütlichkeit, Tee trinken, Herbst und Winter. Und da braucht man halt sowas wie Lewis, Tolkien, Rowling oder Beagle. Heutzutage sind die meisten Fantasybücher trist und kalt, jugendbücherhaft oder voll mit Klischees.

Und dann sind da noch die "unkonventionellen" Autoren, die sich nur damit beschäftigen eben keine Klischees in den Büchern zu haben und der Rest (Handlung, Details, etc.) bleibt auf der Strecke. Da ist mir eine gut umgesetzte, aber etwas weniger neue, Idee doch lieber.

@Lord Slytherin: Mal nichts gegen die Warrior Cats Fröhlich Man mag sie eeetwas zu oft sehen, und ich versteh auch nicht warum da immer die sleben Bände rumstehen, aber es sind gute Bücher!



Geschrieben von Witchcraft am 10.09.2013 um 20:59:

 

Ich sehe das ähnlich wie Laticia und Lord_Slytherin. Die Fantasywelle hat meiner Meinung nach nicht nachgelassen, es gibt im Gegenteil immer mehr an Fantasywerken, so scheint es mir. Noch vor einigen Jahren gab es längst nicht so viele Autoren die sich mehr oder weniger erfolgreich im Schreiben von Fantasy versucht haben. Seit dem Erfolg der HP-Reihe und der Verfilmung der HdR Bücher ist ein regelrechter Boom ausgebrochen und das hat leider auch zur Folge, dass vieles in den Buchläden landet, das das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt ist.

Aber es gibt durchaus noch Fantasywerke, die wirklich gut und eine Empfehlung wert sind. Ich denke da z. B. an Das Lied von Eis und Feuer, das hier ja auch schon genannt worden ist. Oder an Der Name des Windes von Patrick Rothfuss.



Geschrieben von LuvsSnape am 10.09.2013 um 22:17:

 

Für meine Begriffe gibt es viel zu viel (trashige) Fantasy. Früher war es ein kleines Liebhaber Genre - dem man auch anmerkte wie es "lliebgehabt" wurde. Jetzt ist es Kult-Masse.



Geschrieben von Lily-Petunia am 10.09.2013 um 22:30:

 

Bevor ich Harry Potter gelesen habe, war ich fast überhaupt kein Fantasy-Leser. Als ich mit allen 7 Büchern durch war (mehrmals) war ich lange auf der Suche nach etwas ähnlich Gutem. Fündig geworden bin ich bis jetzt noch nicht wirklich (außer beim "Herr der Ringe", aber auch da musste ich mich erst warmlesen).
Und "Das Lied von Eis und Feuer" ist etwas, was ich mir durchaus vorstellen könnte mal demnächst in Angriff zu nehmen. Ich habe aber durchaus auch den Eindruck, dass in den letzten Jahren viele "Trittbrettfahrer" auf den Erfolgszug der Fantasywelle aufspringen wollten - und das mehr schlecht als recht. Ich sag nur "Schule der Magier" Beleidigt



Geschrieben von Jenny4407 am 11.09.2013 um 17:38:

 

Was ist dieses Warrior Cats überhaupt ich habe das schon oft gesehen aber konnte bis jetzt nichts damt anfangen.



Geschrieben von lari el fari am 11.09.2013 um 17:53:

 

Da ich bisher nichts von den "Warrior Cats" gelesen habe, kann ich nur zwei Links anbieten:


Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH